Die Universität Bremen setzt ihren Kurs in Richtung Osteuropa fort und erhält dafür frische Mittel für die nächsten drei Jahre. Im Rahmen des erfolgreichen Ostpartnerschaftenprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wird die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Hochschulen aus Georgien, der Ukraine, Kasachstan und Armenien intensiviert. Diese Initiative zielt darauf ab, den Austausch in Studium, Lehre und Forschung zu fördern – ein gutes Geschäft für alle Beteiligten.
Mit einer jährlichen Förderung von 48.000 Euro möchte die Universität Bremen die Mobilität ihrer Universitätsangehörigen, sowie die ihrer Partneruniversitäten stärken. In den kommenden Jahren werden nicht nur bereits bestehende Partnerschaften mit renommierten Institutionen wie der Staatlichen Universität Tiflis (Georgien) und der Nationalen Wadym-Hetman-Wirtschaftsuniversität Kiew (Ukraine) fortgeführt, sondern auch neue Kooperationen mit vier weiteren Hochschulen ins Leben gerufen. Dazu zählen die Staatliche Ilia-Universität (Georgien), die Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz (Ukraine), die Staatliche Universität Jerewan (Armenien) und die Armenische Nationale Landwirtschaftsuniversität.
Kooperationsfelder
Die Zusammenarbeit wird in verschiedenen Fächern, darunter Chemiedidaktik, Mathematik, und Medienwissenschaft, gestaltet. Zusätzliche Schwerpunkte liegen auf Betriebswirtschaft und Public Health, was die Vielseitigkeit der Partnerschaften zeigt. Geplant sind Auslandsaufenthalte für Studierende in Kasachstan sowie die Teilnahme von Dozierenden an Doktorandenkolloquien in Georgien. Auch kurze Aufenthalte von Promovierenden sowie von Masterstudierenden für Abschlussarbeiten sind vorgesehen.
Der DAAD fördert seit 50 Jahren Kooperationen zwischen deutschen und ost-europäischen Hochschulen und erleichtert durch sein Programm „Ostpartnerschaften“ den Austausch von Studierenden, Doktoranden und akademischem Personal. Die geförderten Aufenthalte können zwischen sechs Monaten für Studierende und drei Monaten für erfahrene Wissenschaftler variieren. Über diese Programme haben bereits rund 60 deutsche Hochschulen die Möglichkeit, mit etwa 170 Institutionen in der Zielregion zusammenzuarbeiten, was zur Festigung bestehender Partnerschaften und der Förderung eines nachhaltigen wissenschaftlichen Austauschs beiträgt.
Historischer Kontext und Zukunft
Die Universität Bremen engagiert sich bereits seit den 1980er Jahren im Ostpartnerschaftenprogramm, mit einem initialen Fokus auf Mitteleuropa. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden auch Partnerschaften mit Ländern wie Russland und der Ukraine aufgenommen. Allerdings mussten aufgrund der geopolitischen Lage seit 2022 die Kooperationen mit russischen Hochschulen ausgesetzt werden, während gleichzeitig neue Verbindungen zu kasachischen und armenischen Institutionen angestoßen werden konnten.
Diese Entwicklungen sind Teil einer übergeordneten Strategie, die darauf abzielt, die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Osteuropa im Geiste der „neuen Ostpolitik“ nachhaltig zu fördern. In Anbetracht der sich ständig verändernden politischen Rahmenbedingungen ist die Stärkung akademischer Austauschprojekte von zentraler Bedeutung, und die Universität Bremen zeigt mit ihrem Engagement, dass sie dies mit einem guten Händchen angeht.
Diese großzügige Förderung eröffnet nicht nur Chancen für das wissenschaftliche Wachstum an der Universität Bremen, sondern auch für die Partneruniversitäten – ein Gewinn auf beiden Seiten. Weitere Details und Informationen zu spezifischen Projekten finden interessierte Leser unter den Links der Universität Bremen, des DAAD sowie der Humboldt-Universität zu Berlin.