Die Universität Bremen vergibt 2026 bereits zum zweiten Mal den Transferpreis für herausragende Transferaktivitäten. Diese Initiative, die mit 2.000 Euro dotiert ist, wird alle zwei Jahre verliehen und soll den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Besonders hervorzuheben ist die erstmalige Vergabe des zusätzlichen Transferpreises „Nachhaltigkeit“, der mit 1.000 Euro ausgestattet ist. Der Bewerbungsschluss für beide Preise ist der 31. Mai 2026, wobei die Bewerbungen über ein Formular auf der Website der Universität eingereicht werden müssen, wie uni-bremen.de berichtet.

Einreichungen können vielfältige Transferaktivitäten umfassen, die der Transferstrategie der Universität Bremen entsprechen. Dazu gehören unter anderem die innovative Vermittlung von Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit sowie die Einbindung gesellschaftlicher Akteure in Forschungsprozesse. Ferner sind die Übertragung von Lehrinhalten in die Praxis und der Transfer sozialer oder technischer Innovationen wichtige Aspekte. Die Aktivitäten müssen bereits einen nachweisbaren Output aufweisen und dürfen nicht länger als zwei Jahre abgeschlossen sein, wobei Vorhaben in der Planungsphase nicht teilnahmeberechtigt sind.

Eckpunkte und Teilnahmebedingungen

Um sich für den Transferpreis zu qualifizieren, ist es notwendig, dass die Einreichungen eine Kooperation mit mindestens einer externen Einrichtung oder Organisation aufweisen. Die Jury, die über die Vergabe entscheidet, setzt sich aus universitätsinternen und externen Transferexperten zusammen. Die festliche Preisverleihung wird am 27. Oktober 2026 in der Kassenhalle im Forum am Domshof stattfinden. Dies verdeutlicht die zentrale Rolle, die der Transfer an der Universität Bremen spielt, die seit 1971 gesellschaftliche Verantwortung im Bereich der Wissenschaft und Forschung übernommen hat.

Der Wissens- und Technologietransfer hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Dieser Wandel geht einher mit der Etablierung von Transfer als einer dritten Säule neben Lehre und Forschung. Trotz dieser Fortschritte bestehen nach wie vor Herausforderungen. Viele Hochschulen berichten über fehlende langfristige Finanzierungsstrukturen und förderliche rechtliche Rahmenbedingungen. Aktuelle Daten zeigen, dass Hochschulen den Wissens- und Technologietransfer mit einem Wert von 15,8 von 100 Punkten bewerten, was eine Steigerung im Vergleich zu früheren Jahren darstellt, wie stifterverband.org feststellt.

Die Mehrheit der Hochschulen begrüßt die Zusammenarbeit mit Unternehmen, sieht jedoch spezifische Hindernisse, wie rechtliche Uneinigkeiten in Fragen des geistigen Eigentums und dienstrechtliche Rahmenbedingungen. Zudem planen viele Hochschulen keinen Ausbau von Formaten, die eine engere Einbindung von Studierenden in Praxisprojekte ermöglichten. Wie die Ergebnisse zeigen, ist die Kooperation zwischen Hochschulen und regionalen Unternehmen besonders wichtig, wobei 90 Prozent der Hochschulen planen, ihre Forschungskooperationen in den kommenden fünf Jahren zu verstärken.