In einem spannenden Schritt zur Förderung der medizinischen Forschung erhält die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen eine großzügige Unterstützung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Laut uni-due.de werden Prof. Dr. Johannes Köster und Prof. Dr. Daniel R. Engel bei der Entwicklung einer innovativen Datenanalyseplattform namens „SRPtn“ (Serpentine) gefördert. Dieses Projekt zielt darauf ab, den gesamten Forschungsprozess von der Analyse der Rohdaten bis hin zur fertigen Publikation zu unterstützen.

Mit einer finanziellen Förderung von über 600.000 Euro über einen Zeitraum von 36 Monaten wird die Plattform „SRPtn“ auf dem Workflow-System „Snakemake“ basieren. Dieses System hilft, Teams besser zu vernetzen und ermöglicht eine durchgängige Analyse der Daten. Ziel ist es, Transparenz und Reproduzierbarkeit in der Forschung sicherzustellen. Prof. Dr. Köster, der am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin tätig ist, und Prof. Dr. Engel von der Abteilung für Experimentelle Immunologie setzen damit neue Maßstäbe, um komplexe Daten effizient auszuwerten.

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Teamarbeit auf neuem Niveau

Ein Alleinstellungsmerkmal der Plattform ist die Berücksichtigung unterschiedlicher, komplementärer Kompetenzen innerhalb der Forscherteams. Dies wird durch die Unterstützung von Dr. Henning Timm von den Research Data Services der Universität Duisburg-Essen ergänzt. Ziel soll es sein, nicht nur die Rohdaten zu analysieren, sondern auch hochwertige Abbildungen und Tabellen zu erstellen, die für die wissenschaftliche Gemeinschaft von Bedeutung sind.

Unterstützt wird diese Art der Datenanalyse nicht nur durch die DFG, sondern auch durch allgemeine Trends im Bereich der Forschungsdatenverwaltung. Das BMFTR betont die Wichtigkeit eines offenen Zugangs zu Forschungsdaten, um das Innovationspotenzial zu maximieren. Laut bmftr.bund.de ist dies ein zentraler Aspekt des geplanten Forschungsdatengesetzes, das klare rechtliche Rahmenbedingungen für den Zugang zu Daten schaffen soll.

Wegweiser für zukünftige Forschungsprojekte

Die „SRPtn“-Plattform wird somit die Rahmenbedingungen schaffen, um Daten besser zu verknüpfen und auszuwerten. Dies steht im Einklang mit den Zielen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die bereits von über 400 Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt wird. Die NFDI fördert den offenen Umgang mit Forschungsdaten, was für Wissenschaftler:innen und Forscher:innen eine grundlegende Voraussetzung für transparente und reproduzierbare Studien ist.

Die Entwicklungen rund um die Plattform und das Forschungsdatengesetz könnten weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Forschungslandschaft haben, indem sie den Austausch und die Verfügbarkeit von Forschungsdaten fördern. In einer Zeit, in der Daten zunehmend zum Wertpapier der Forschung werden, erweist sich eine Plattform wie „SRPtn“ als wichtiger Baustein im Kampf für eine nachhaltige und transparente Wissenschaftslandschaft.