Die Universität Passau hat erneut ein starkes Zeichen für die Gleichstellung in der Wissenschaft gesetzt. Wie auf der Webseite der Universität Passau berichtet wird, hat die Hochschule erfolgreich ihr Gleichstellungskonzept beim renommierten Professorinnenprogramm 2030 eingereicht. Damit nimmt sie als einzige bayerische Universität an der dritten Einreichungsrunde dieses bedeutenden Programms teil.

Das Professorinnenprogramm zählt zu den angesehensten Förderinitiativen zur Gleichstellung in der Wissenschaft in Deutschland. Bis September 2027 haben Hochschulen die Möglichkeit, bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren zu beantragen. Ziel ist es, die Anzahl der Professorinnen zu erhöhen und Wissenschaftlerinnen in der frühen Karrierephase gezielt zu fördern, um die Gleichstellung an Hochschulen strukturell zu verankern.

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Erfolgreiche Einreichung und positive Gutachtung

Die Universität Passau hat in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge ein positiv begutachtetes Gleichstellungskonzept eingereicht. Die Antragstellung fand im August 2022 unter der Leitung von Dr. Claudia Krell statt und wurde in enger Abstimmung mit weiteren Vertretern der Universität durchgeführt. Die Bewertung der Konzepte nahm ein externes Gutachtergremium vor, dessen Entscheidungen wegweisend für die Vergabe von Fördergeldern sind.

Von insgesamt 226 eingereichten Gleichstellungskonzepten erhielten 192 eine positive Bewertung. Davon sind 44 Konzepte in dieser dritten Runde positiv begutachtet worden, einschließlich des Konzepts der Universität Passau. Dies unterstreicht das engagierte und konstruktive Vorgehen der Universität in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft.

Finanzielle Unterstützung und langfristige Ziele

Ein bedeutendes Anreizsystem des Programms ist die Bereitstellung von 320 Millionen Euro durch Bund und Länder über eine Laufzeit von acht Jahren. Diese finanziellen Mittel sollen den Hochschulen helfen, die genannten Ziele zu erreichen und Wissenschaftlerinnen in allen Phasen ihrer Karriere zu unterstützen.

Besonders lobenswert ist, dass auch in Bayern weitere Institutionen, wie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg, für ihre Gleichstellungskonzepte ausgezeichnet wurden. Damit wird deutlich, dass die Förderung von Gleichstellung und Diversität in der Wissenschaft mehr als nur ein Trend ist; sie wird als essenzieller Bestandteil der Hochschulpolitik anerkannt.

Diese Entwicklungen zeigen, dass die Universität Passau nicht nur in der bayerischen Hochschullandschaft, sondern auch bundesweit eine Vorreiterrolle in der Förderung von Gleichstellung und Diversität einnimmt. Der anhaltende Einsatz für Gleichstellung wird sicherlich dazu beitragen, ein ausgewogenes und gerechtes Umfeld für zukünftige Generationen von Wissenschaftlerinnen zu schaffen.