Die Universität Vechta hat heute eine Initiative zur Förderung der mentalen Gesundheit ins Leben gerufen, die auf umfassende Unterstützung für Hochschulangehörige abzielt. In Kooperation mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und dem Studentischen Gesundheitsmanagement (SGM) bietet die Universität Maßnahmen an, die durch die Techniker Krankenkasse finanziell unterstützt werden. Laut mynewsdesk wurden bereits 20 Mitarbeitende der Universität zu Ersthelfenden für mentale Gesundheit ausgebildet.

Die ausgebildeten Ersthelfenden stehen als niedrigschwellige und vertrauliche Anlaufstelle für Studierende, Mitarbeitende, Lehrende und Forschende zur Verfügung. Ihr Ziel ist es, Unterstützung bei seelischen Krisen zu bieten, zuzuhören und bei Bedarf professionelle Hilfe zu vermitteln. Es ist wichtig zu erwähnen, dass diese Ersthelfenden keine Therapeuten sind, doch sie tragen erheblich zum psychischen Wohlbefinden an der Universität bei.

Steigende Herausforderungen für die psychische Gesundheit

Aktuelle Herausforderungen für die psychische Gesundheit nehmen zu. Diverse externe Krisen, das Arbeitsumfeld und individuelle Faktoren wirken sich negativ auf das psychische Wohlbefinden aus. Laut Berichten von Universität Bremen führen psychische Erkrankungen nicht nur zu langen Ausfallzeiten am Arbeitsplatz, sondern gefährden auch die Freude und Produktivität der Beschäftigten.

Angesichts dieser Entwicklungen verfolgt die Universität Bremen das Ziel, die psychische Gesundheit von Beschäftigten und Studierenden zu stärken. Die Initiativen umfassen unter anderem Ersthelfer:innenkurse zur mentalen Gesundheit, eine Workshop-Reihe zur „Strategien, Motivation und Gesundheit“ mit Dr. Nadine Binder sowie verschiedene Onlinetools. Diese Maßnahmen sollen sensibilisieren und den Umgang mit psychischen Belastungen im Arbeitsumfeld verbessern.

Verantwortung der Arbeitgeber

Die Verantwortung für ein gesundes Arbeitsumfeld liegt sowohl bei Arbeitgebern als auch beschäftigten Mitarbeitenden. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu schützen, einschließlich ihrer psychischen Gesundheit. Laut dem Portal gesund.bund.de ist eine Gefährdungsbeurteilung zur Prüfung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz vorgeschrieben. Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die länger als sechs Wochen andauern, haben Beschäftigte Ansprüche auf ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), das insbesondere bei Rückkehr nach psychischen Erkrankungen helfen kann.

Zusätzlich bieten viele Unternehmen freiwillige Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an. Dazu zählen unter anderem Kurse zu Stressbewältigung und Entspannungsmethoden, Bewegungsförderung sowie Schulungen für Führungskräfte über den richtigen Umgang mit psychischen Belastungen im Team.

Tipps für Beschäftigte zur Stärkung der eigenen Gesundheit

Um die eigene Resilienz zu stärken, ist es für Beschäftigte wichtig, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Strategien zur Stressreduktion, wie kurze Spaziergänge, das Priorisieren von Aufgaben und das Setzen von Grenzen, können essenziell sein. Die erste Hilfe für mentale Gesundheit an der Universität Vechta soll dabei nicht nur die Sichtbarkeit des Themas erhöhen, sondern auch ein gutes Miteinander innerhalb der Hochschulgemeinschaft fördern. Weitere Informationen und die Kontaktdaten der Ersthelfenden sind auf der Website der Universität Vechta verfügbar.