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Forschende der Philipps-Universität Marburg haben ein bislang unbekanntes Protein mit der Bezeichnung TMEM145 identifiziert, das eine zentrale Rolle im menschlichen Hörvermögen spielt. Dieses essentielle Protein ist Bestandteil der äußeren Haarzellen im Innenohr, die Schallwellen verstärken und es Menschen ermöglichen, sehr leise Töne präzise wahrzunehmen. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachmagazin „Neuron“ veröffentlicht.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass TMEM145 eine ringförmige Struktur an den Spitzen der Stereozilien bildet und dabei die mechanische Verbindung zur Tektorialmembran organisiert. Diese stabile mechanische Verbindung ist entscheidend für die Verstärkerfunktion der Cochlea, die bei einem Fehlen von TMEM145 erheblich gestört ist. In genetisch veränderten Mäusen führte der Mangel an diesem Protein zu einem schweren Hörverlust und einem Verlust der Verstärkerfunktion.

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Die Bedeutung des Entdeckten Proteins

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass TMEM145 als potenzielles Kandidaten-Gen in der genetischen Abklärung von Hörverlust von Bedeutung sein könnte. Die Studie legt zudem nahe, dass es ein therapeutisches Zeitfenster gibt, um Eingriffe vorzunehmen, bevor dauerhafte Schäden im auditiven System entstehen.

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Um diese Erkenntnisse zu gewinnen, nutzten die Forschenden ein Mausmodell, das präzise Aufschlüsse über die Funktionsweise von TMEM145 gibt. Die enge Verzahnung von klinischer Medizin und molekularer Grundlagenforschung steht hierbei im Fokus und zeigt die exzellente Forschungslandschaft an der Universität Marburg.

Internationale Zusammenarbeit und Förderung

Die Studie entstand in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, darunter die Harvard Medical School und das University College London. Die Ergebnisse wurden durch bedeutende Institutionen gefördert, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der britische Medical Research Council und die National Institutes of Health in den USA.

Diese Entdeckung könnte wegweisend für zukünftige Therapien im Bereich des Hörverlustes sein und zeigt, wie wichtig Grundlagenforschung in der Medizin ist. Forscher der Universität Marburg leisten somit einen bedeutenden Beitrag zu unserem Verständnis des menschlichen Hörvermögens und der potenziellen Behandlung von Hörstörungen.