Am 14. Febraur 2026 bringt der Universitätsball der Universität Potsdam eine spannende Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Ein wichtiger Förderer dieses Events ist die UP Transfer GmbH, die als Transfergesellschaft der Universität fungiert. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse effektiv in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zu überführen.
Diese Initiative ist Teil der sogenannten dritten Mission der Universität, die Wissen und Technologie transferiert. Die Aktivitäten der UP Transfer GmbH umfassen nicht nur die Entwicklung und Organisation von Weiterbildungen, sondern auch die Begleitung von angewandten Forschungsprojekten und das Angebot von Veranstaltungen.
Vielfältige Projekte und Weiterbildungsmöglichkeiten
Ein bemerkenswertes Beispiel für den erfolgreichen Transfer von Wissen ist das Projekt „Strong roots, strong women“ in Vietnam. Hierbei unterstützt die UP Transfer GmbH Frauen beim Anpflanzen von Mangroven-Wäldern, um das Ökosystem der Tam Giang Lagune zu schützen und die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinden zu fördern. Zudem bietet die GmbH berufsbegleitende Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte an. Die Themen reichen von Führung und Digitalisierung über Nachhaltigkeit bis hin zur Organisationsentwicklung.
Ein weiteres Highlight ist die Entwicklung eines Moduls im Masterstudiengang Intercultural Communication and Management (ICM), speziell für regionale Unternehmen. Die Programme legen großen Wert auf Praxisnähe und Flexibilität, besonders im MBA-Studiengang. Veranstaltungen wie der virtuelle Matching-Day und die Karrieremesse „kømpass“ zeigen die Bemühungen der UP Transfer GmbH, Studierende mit der Industrie zusammenzubringen.
Wachsender Einfluss und Bedeutung des Wissens- und Technologietransfers
Transferprozesse gewinnen zunehmend an Bedeutung, wie auch die Technische Universität Chemnitz bestätigt. Dort wurde die Akademie für Wissenstransfer zu einem Zentrum für Wissens- und Technologietransfer weiterentwickelt, um die Sichtbarkeit und Angebote der Universität im Technologie- und Wissenstransfer zu bündeln.
Der Wissens- und Technologietransfer ist eine wesentliche Dimension wissenschaftlichen Arbeitens. Hochschulen, wie die in Niedersachsen, unterstützen aktiv Unternehmen und die Gesellschaft bei der Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen. Dieses Engagement fördert Innovationen und trägt zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der Regionen bei.
Das niedersächsische Hochschulgesetz hebt die zentrale Rolle von Hochschulen in der Förderung des Transfers hervor. Verschiedene Kontaktstellen an Hochschulen erleichtern kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu wertvollem Know-how. Zudem wird durch Initiativen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) die Entstehung von erfolgreichen Startups aus der Wissenschaft unterstützt.
Insgesamt ist der Wissens- und Technologietransfer nicht nur für die Hochschulen selbst, sondern auch für die gesamte Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Die interaktiven Austauschprozesse bieten neuen Erkenntnisgewinne auf beiden Seiten und tragen dazu bei, den Innovationsstandort weiterhin zu stärken.