Die Technische Universität München (TUM) hat in einer richtungsweisenden Initiative mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) eine Kooperation gestartet, die die regionale Energie- und Ressourcensicherheit stärken soll. Das Projekt trägt den Namen „Living Lab Circular Bioeconomy“ und wird am Hauptsitz der kirchlichen Stiftung in Ursberg realisiert. Dieser historische Klosterort zählt rund 1.000 Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind. Ziel der Zusammenarbeit ist es, innovative Ansätze zur Verbesserung der Ressourcennutzung und zur Reduktion von Emissionen zu entwickeln.

Ein Schlüsselfaktor dieser Partnerschaft sind die beteiligten TUM-Forschenden, darunter Prof. Tom Nilges, der sich mit Materialchemie für Batterien und Wasserstoffspeicherung beschäftigt, sowie Prof. (em.) Johannes Lercher, dessen Aktivitäten auf elektrifizierte Reaktoren und die Katalyse zur Wasserstofferzeugung fokussiert sind. Auch Prof. Jennifer Strunk, Expertin für chemische Wasserstoffspeicherung und CO₂-Umwandlung, spielt eine zentrale Rolle. Ihre Arbeit wird das Potenzial zirkulärer Wasserstofftechnologien sowie elektrischer Energiespeicherung analysieren und vorantreiben.

Technologische Innovationen im Fokus

Im Rahmen des Innovationscampus werden verschiedene Technologien entwickelt, darunter Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion, fortschrittliche Batteriesysteme sowie Strategien zur stofflichen Verwertung von Abfällen. Diese Technologien sind nicht nur entscheidend für die energetische Eigenversorgung, sie tragen auch zur strategischen Reduktion von Treibhausgasemissionen bei. Durch ein effektives Management von Rohstoffen sollen die Umweltauswirkungen minimiert werden, wodurch auch die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen gesenkt werden kann.

Ein zentrales Element der Kreislaufwirtschaft ist die Förderung der Energieeffizienz in verschiedenen Nachfragesektoren. Der strategische Ansatz zielt darauf ab, den optimalen Nutzen von Produkten, Stoffen und Ressourcen zu realisieren. So wird beispielsweise die Langlebigkeit von Produkten gefördert, um die Umweltbelastungen zu minimieren. Konzepte wie Reduce, Reuse und Recycling finden hier Anwendung und sind essenziell für eine nachhaltige Ressourcennutzung.

Gesamtwirtschaftliche Betrachtungen

Die Wirksamkeit der Ansätze zur Ressourceneffizienz ist stark vom zirkulären Produktdesign abhängig. Es wird erwartet, dass durch die Erfassung und Behandlung von Stoffströmen als Sekundärrohstoffe der Abfall minimiert werden kann. Die vom Innovationscampus und der Zusammenarbeit zwischen TUM und DRW angestoßenen Projekte und Untersuchungen tragen zu einem tiefgreifenden Verständnis der Gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf die Umwelt und die Treibhausgasbelastungen bei.

Insgesamt wird die Initiative nicht nur die regionale Energie- und Ressourcensicherheit stärken, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur globalen Diskussion über zukunftsfähige und nachhaltige Ökonomien leisten, wie sie in den aktuellen Förderboxen zur Ressourceneffizienz und zirkulärer Wirtschaft propagiert werden. Der Weg zur Minimierung von Abfallströmen und der langfristigen Beibehaltung von Ressourcen ist unerlässlich in der heutigen Zeit.

Für weitere Informationen zu Förderschwerpunkten und der Bedeutung von Ressourceneffizienz besuchen Sie bitte energieforschung.de und erfahren Sie mehr über zukunftsfähige Entwicklungen.

Mehr über die Zusammenarbeit zwischen TUM und DRW lesen Sie auf der Seite der Technischen Universität München.