Am 14. Februar 2026 äußert sich Prof. Dr. Niels Petersen von der Universität Münster in einem neuen Podcast über die Herausforderungen des Völkerrechts in einer zunehmend instabilen globalen Weltordnung. Petersen betont, dass trotz der aktuellen Krisen, wie der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA und den Annexionsplänen Donald Trumps für Grönland, kein Anlass zu einem allgemeinen Abgesang auf das Völkerrecht besteht. Vielmehr, so der Jurist, habe das Völkerrecht nach wie vor eine fundamentale Rolle.
Die Diskussion dreht sich um grundlegende Fragen zur Verbindlichkeit des Völkerrechts. Petersen hebt hervor, dass das Völkerrecht weit über das Gewaltverbot hinausgeht und auch Vorgaben im Handelsrecht umfasst. Diese Aspekte sind entscheidend für die Aufrechterhaltung internationaler Beziehungen und die Stabilität von Kooperationen zwischen Staaten.
Staatliche Verantwortung und internationale Partnerschaften
Petersen unterstreicht die Bedeutung, dass Staaten sich an das Völkerrecht halten, um internationale Bündnisse nicht nur zu festigen, sondern auch zu stärken. Die aktuellen geopolitischen Spannungen stellen jedoch eine Herausforderung für dieses Ziel dar. Der Wissenschaftler plädiert für eine zunehmende Unabhängigkeit Deutschlands von den USA, was auch die Intensivierung internationaler Kooperationen einschließt.
In diesem Kontext fordert Petersen die EU auf, mutiger in der Sicherheitspolitik zu werden. Insbesondere regt er an, Länder wie das Vereinigte Königreich und Kanada stärker in europäische Sicherheitsstrategien einzubeziehen.
Der Podcast „Umdenken“
Der Podcast „Umdenken“ der Universität Münster bietet interdisziplinäre Einblicke und fördert den Austausch über verschiedene wissenschaftliche Themen. Petersen’s Äußerungen sind Teil einer breiteren Diskussion, die sich mit der zukünftigen Rolle des Völkerrechts und der Notwendigkeit beschäftigt, internationale Strukturen anzupassen und zu reformieren.
Insgesamt ist die Perspektive von Prof. Dr. Niels Petersen ein eindringlicher Appell an die Weltgemeinschaft, das Völkerrecht als eine essenzielle Kraft für Frieden und Stabilität nicht zu vernachlässigen.