Doktorandin Hanna Willenbockel verbrachte im Januar zwei Wochen in Vancouver, Kanada. Ihr Aufenthalt erfolgte im Rahmen eines Erasmus+-Programms, konkret des Erasmus+ KA171, das die Personalmobilität zu Weiterbildungszwecken fördert. Während ihres Forschungsaufenthalts war sie am BC Children’s Hospital Research Institute tätig und arbeitete in der Arbeitsgruppe von Prof. Seth Parker.
In Vancouver, das sie mit sonnigem Wetter und einem Blick auf die umliegenden Berge begrüßte, hatte Hanna die Gelegenheit, neue wissenschaftliche Methoden zu erlernen und internationale Forschungserfahrung zu sammeln. Besonders die Forschungsarbeit im Parker Lab, die sich auf Transportproteine und den Metabolitentransport konzentriert, fand ihr Interesse. Diese Themen sind auch relevant für das Verständnis von Erkrankungen wie Krebs.
Forschung und Erkenntnisse
Ein zentrales Element von Hanna Willenbockels Forschung umfasst das Protein NaCT, das für den Transport von Citrat in Zellen verantwortlich ist. Diese Prozesse sind besonders in Organen wie der Leber, dem Gehirn und den Hoden von Bedeutung. Ihre Untersuchungen könnten möglicherweise Hinweise auf Behandlungen für Adipositas und Typ-2-Diabetes liefern.
Das Hauptziel ihres Aufenthalts war das Erlernen des Umgangs mit dem SURFE2R-Gerät, das dazu dient, die Metabolitenaufnahme durch Transporter zu messen. Der Austausch mit anderen Doktoranden, die an der Universität in Kanada studieren, trug trotz kultureller Unterschiede dazu bei, unterschiedliche Studien- und Lebensansichten zu besprechen. In Kanada dauert das Doktoratsstudium meist über fünf Jahre und erfolgt oft ohne ein vorhergehendes Masterstudium.
Kulturelle Erfahrungen und Sichtungen
Ein gemeinsames Essen mit dem elfköpfigen Laborteam ermöglichte einen regen Austausch über kulturelle Vorurteile und persönliche Erfahrungen. Hanna Willenbockel äußerte sich positiv über die Vielfalt der Menschen, die sie kennengelernt hat. Ihre Empfehlungen für Sightseeing in Vancouver umfassen den Public Market auf Granville Island und den Stanley Park, von wo aus man einen beeindruckenden Blick auf die Skyline hat.
Das Erasmus+-Programm, das von vier Nationalen Agenturen in Deutschland umgesetzt wird, strebt an, die Chancen und Möglichkeiten der europäischen Bildungszusammenarbeit verständlich und serviceorientiert zu gestalten. Es gewährleistet die Kontinuität und das Know-how in den entsprechenden Bildungsbereichen und bietet Unterstützung bei Projektanfragen, Antragstellungen und der Umsetzung europäischer Projekte. Die Agenturen sind Teil eines Netzwerks von Nationalen Agenturen für Erasmus+ in ganz Europa, das darauf abzielt, die Bildungszusammenarbeit zu fördern und weiterzuentwickeln. Dies bildet den Rahmen für Aufenthalte wie den von Hanna, die nicht nur der persönlichen Entwicklung dient, sondern auch der Hochschulforschung insgesamt zugutekommt.
Für weitere Informationen über die Expertise des BC Children’s Hospital Research Institute sind zusätzlich die vielseitigen Fachgebiete von Forschern wie John Mark Ansermino, Laura Arbour und Jehannine Austin von Bedeutung, die im Gebiet der klinischen Medizin und Gesundheitsfragen tätig sind. Solche interdisziplinären Ansätze sind entscheidend für die nachhaltige Entwicklung in der Gesundheitsforschung.
Insgesamt hebt Hanas Erfahrung die Bedeutung internationaler Kooperationen und den wissenschaftlichen Austausch hervor, die durch Programme wie Erasmus+ ermöglicht werden, um die wissenschaftliche und kulturelle Verständigung voranzubringen.
Für nähere Informationen zu ihren Erfahrungen und den wissenschaftlichen Aspekten ihrer Forschung verweisen wir auf die Berichte von TU Braunschweig, das BC Children’s Hospital Research Institute und Erasmus+.