
In den letzten Tagen hat die Universität Würzburg vor Betrugsversuchen gewarnt, die durch gefälschte E-Mails verbreitet werden. Diese Mails geben vor, von der Universität zu stammen und versprechen potenziellen Opfern Arbeitsplätze sowie Wohnungen. In den Mitteilungen wird häufig eine Vorauszahlung gefordert, um diese Stellen zu sichern. Die Universität hat betont, dass sie niemals Geldüberweisungen für Jobangebote verlangen würde. Empfänger solcher E-Mails werden aufgefordert, diese zu ignorieren und Vorfälle an die Universität zu melden, um weiteren Schaden zu vermeiden. Die E-Mail-Adresse für Rückfragen zur Echtheit ist job-scamming@uni-wuerzburg.de. Sie appelliert an die Empfänger, wachsam zu sein und sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen, berichtet uni-wuerzburg.de.
Zusätzlich zu den Betrugsversuchen an der Universität Würzburg sind auch andere Phishing-Angriffe im Umlauf. Am selben Tag gaben Verbraucherzentralen bekannt, dass E-Mails versendet werden, die angeblich von der Industrie- und Handelskammer (IHK) stammen. Diese Nachrichten fordern Unternehmen auf, ihre Daten zu aktualisieren, da angeblich unvollständige Informationen vorliegen. Typische Merkmale dieser Phishing-E-Mails umfassen unseriöse Absenderadressen, unpersönliche Anrede und drängende Fristen. Die Verbraucherzentralen raten, diese Mails im Spam-Ordner abzulegen und bei bunten Links Misstrauen zu zeigen. Unternehmen, die bezüglich ähnlicher Aufforderungen unsicher sind, sollten sich direkt auf offiziellen Webseiten der IHK informieren, heißt es bei verbraucherzentrale.de.
Betrugsfälle und deren Auswirkungen
Im Kontext des Anstiegs von Betrugsversuchen ist es wichtig zu beachten, dass das Thema Cyberkriminalität in der Gesellschaft nach wie vor hochaktuell ist. Der Cybersicherheitsmonitor 2024 zeigt, dass 24 Prozent der Befragten schon einmal Opfer von Cyberkriminalität wurden. Dies ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, dennoch bleibt das Risiko für Internetnutzer groß. Besonders besorgniserregend ist, dass 44 Prozent der Betroffenen Betrugsformen erlebt haben, sei es durch Online-Banking, Identitätsdiebstahl oder beim Onlineshopping. Zudem gibt die Umfrage an, dass 15 Prozent der Befragten Opfer von Phishing wurden, was den Umgang mit digitalen Inhalten noch risikobehafteter erscheinen lässt, wie das bsi.bund.de darlegt.
Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der Anstieg der sorglosen Nutzung des Internets, insbesondere unter jungen Menschen. 68 Prozent der 16- bis 22-Jährigen schätzen ihr Risiko, von einer Straftat betroffen zu sein, als gering ein. Dies geschieht oft, ohne die Risiken und notwendigen Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Der Cybersicherheitsmonitor dokumentiert, dass die Mehrheit der Befragten im Durchschnitt 3,9 verschiedene Sicherheitsmaßnahmen anwendet. Dennoch zeigen die Zahlen, dass diese Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig sind; ein Viertel der Befragten fühlt sich in ihrer Sicherheit ausreichend geschützt. Bei der Konsolidierung der Daten wird deutlich, dass besonders in der digitalen Welt ein wachsendes Bewusstsein für Cyberkriminalität erforderlich ist.