Die MSH Medical School Hamburg und die Asklepios Kliniken Gruppe haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um den steigenden Bedarf an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten zu decken. Dies berichten verschiedene Quellen, darunter MSH. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Ausbildungskapazitäten für Medizinstudierende in Hamburg erheblich auszubauen.
In den kommenden Jahren sollen rund 75 zusätzliche Medizinstudienplätze pro Semester geschaffen werden. Die MSH plant, die Ausbildungskapazitäten auszubauen und den Praxisbezug im Medizinstudium zu stärken. Studierende werden an den Hamburger Asklepios Kliniken gemäß den Anforderungen des deutschen Rechts auf universitärem Niveau ausgebildet.
Akademische Integration
Asklepios wird der zweite universitäre Campus der MSH, neben den bereits etablierten Helios Kliniken Schwerin. Diese strategische Partnerschaft zielt darauf ab, die medizinische Ausbildung zeitgemäß an die Bedürfnisse der modernen Gesundheitsversorgung anzupassen. Ein zentraler Aspekt der Kooperation ist der Ausbau von Praxisanteilen sowie die Etablierung innovativer Lehrformate.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der engen Verzahnung von vorklinischer und klinischer Ausbildung. Die Partnerschaft fördert die Vorbereitung der Studierenden auf interdisziplinäre und interprofessionelle Teamarbeit in der Medizin. Dies wird durch das erfolgreiche Modell mit den Helios Kliniken Schwerin unterstützt, das seit 2012 besteht und bereits bewährte Ansätze zur Verbesserung der medizinischen Ausbildung bietet.
Praktische Ausbildung und Standorte
Der Start der neuen Kooperation ist schrittweise ab Oktober 2026 vorgesehen, mit dem Beginn des 5. Fachsemesters in Hamburg und Schwerin. Der erste Hamburger Standort wird das Asklepios Klinikum Harburg sein, das eine Lehrstation und neue Hörsaalkapazitäten bieten wird. Die praktische Ausbildung soll perspektivisch auch auf weitere Hamburger Asklepios Kliniken ausgeweitet werden.
Insgesamt wird es zwei universitäre Ausbildungswege in Hamburg geben: einen über die MSH nach deutschem Recht und einen weiteren im Rahmen einer Partnerschaft mit der Semmelweis Universität. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung der medizinischen Ausbildung und zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in Deutschland.