Am 9. März 2026 gab die Technische Universität Dresden (TUD) bekannt, dass der Archimedes Science Award in diesem Jahr an den renommierten Forscher Prof. Peter Wasserscheid verliehen wird. Die Preisverleihung findet am 9. September 2026 während der Konferenz „Building Bridges“ in Dresden statt. Der Preis wird unter der Federführung der TUD sowie in Kooperation mit dem Freistaat Sachsen und der Forschungsallianz DRESDEN-concept verliehen, die insgesamt 45 Partner umfasst. TU Dresden berichtet, dass die Jury aus Vertretern der großen deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen sowie dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz besteht.
Prof. Wasserscheid ist Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und leitet das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien sowie das Institute for a Sustainable Hydrogen Economy, die beide zum Forschungszentrum Jülich gehören. Der Archimedes Science Award würdigt seine Pionierleistungen im Bereich der chemischen Wasserstoffspeicherung. Besonders hervorgehoben wird, dass er Grundlagen für die sichere und kostengünstige Handhabung von Wasserstoff innerhalb der bestehenden Kraftstoff-Infrastruktur gelegt hat.
Fokus auf Wasserstofftechnologien
Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird seit 2025 jährlich verliehen. Ziel des Archimedes Science Awards ist es, wissenschaftliche Exzellenz zu fördern und die Bedeutung Sachsens als wichtigen Wissenschaftsstandort zu unterstreichen. Die Jury hat die Aufgabe, international renommierte Wissenschaftler für den Preis zu nominieren, wobei der Fokus auf exzellenten Forschungsbeiträgen zur Lösung globaler Herausforderungen im Bereich der Wasserstofftechnologie und der Energiewandlung liegt. Dresden Concept hebt hervor, dass die besonders beachteten Leistungen zur Modernisierung und Weiterentwicklung der Energieversorgung erkennbar sein müssen.
In der Diskussion um nachhaltige Energiequellen und die Rolle von Wasserstoff als zukünftiger Energieträger ist auch die Schlüsselrolle der Kreislaufwirtschaft von Bedeutung. Die Fraunhofer-Gesellschaft betont, dass weltweit mehrere Millionen Tonnen Abfall anfallen, was den Übergang von linearen zu zirkulären Verwertungssystemen erforderlich macht. Fraunhofer beleuchtet, dass diese Veränderungen entscheidend sind, um Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zu fördern. Instrumente zur Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft umfassen langlebige Konstruktionen, Reparaturfähigkeit sowie Recycling, die allesamt auch für die Ernsthaftigkeit der Innovationsarbeit im Bereich Wasserstofftechnologien relevant sind.
Insgesamt steht die Verleihung des Archimedes Science Awards 2026 im Kontext eines sich wandelnden wissenschaftlichen und technologischen Umfelds, in dem Wasserstoff als Energieträger der Zukunft immer mehr in den Fokus rückt. Die Auszeichnung an Prof. Wasserscheid ist somit nicht nur eine Anerkennung seiner bisherigen Errungenschaften, sondern auch ein Beweis für die Relevanz von Innovationen in der Wasserstoffforschung und deren Einfluss auf die kommenden Herausforderungen der Energieversorgung.