Johanna Pirker, Professorin für N-Dimensional User Experience an der Technischen Universität München, wurde von den Vereinten Nationen in ein neues unabhängiges internationales wissenschaftliches Panel zur Künstlichen Intelligenz berufen. Dieses Gremium, das von UN-Generalsekretär António Guterres ins Leben gerufen wurde, hat die Aufgabe, die globalen Chancen und Risiken von KI wissenschaftlich zu bewerten. Insgesamt wurden 40 Experten und Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen und geografischen Regionen ausgewählt, um international anerkannte, unabhängige Einschätzungen zu schaffen, die auf den besten verfügbaren Erkenntnissen basieren. Das Gremium zielt darauf ab, Wissenslücken zu schließen und die Auswirkungen von KI auf Wirtschaft und Gesellschaft beurteilen zu können.
Das unabhängige Panel zur KI ist nach dem Vorbild des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gestaltet und soll einen globalen Rahmen für die KI-Governance schaffen. Guterres hebt die Notwendigkeit hervor, zwischen Fakten und Fälschungen zu unterscheiden sowie einen „Splinternet“ der KI-Governance zu verhindern. Die Mitglieder des Gremiums sollen hierzu beitragen, indem sie den wissenschaftlichen Konsens über die Risiken und Chancen von KI fördern und eine ausgewogene Vertretung von Geschlecht, Geografie und Disziplin gewährleisten.
Kernziele des Panels
Das Mandat des Gremiums konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: Erstens die wissenschaftliche Bewertung der Fähigkeiten und Grenzen von KI-Modellen, zweitens die Risikoüberwachung aufkommender Bedrohungen und drittens das Chancen-Mapping zur Förderung nachhaltiger Entwicklungsziele (SDGs). Zugleich soll das Gremium eine Asymmetrie von Informationen in der KI verringern und die internationale Zusammenarbeit unterstützen. Es wird auch „Deep Dives“ in Schlüsselbereichen wie Gesundheit, Energie und Bildung anordnen, um gezielte und informierte Empfehlungen zu entwickeln.
Besondere Mitglieder des Panels sind unter anderem die renommierten Experten Yutaka Matsuo und Maria Ressa. Die von dem Gremium erstellten Berichte sollen als Grundlage für zukünftige Verträge und nationale Gesetze dienen. Es wird erwartet, dass der erste umfassende Bericht bis Juli 2026 vorliegt. Diese Initiative ist Teil des „Pakts für die Zukunft“, der von den Mitgliedstaaten angenommen wurde, und markiert den Übergang von einer Ära der Selbstregulierung hin zu einer rechtlichen und wissenschaftlichen Rechenschaftspflicht in der KI.
Die Bedeutung der Arbeit des Panels kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die weltweiten Herausforderungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz erfordern fundierte wissenschaftliche Analysen und die Förderung einer informierten internationalen Diskussion. Mit Pirker als Teil dieses wichtigen Gremiums werden neue Anstrengungen unternommen, um die Governance und Regulierung von KI auf ein neues Fundament zu stellen. Dieser Schritt könnte entscheidend dafür sein, wie Gesellschaften weltweit in den kommenden Jahren mit der rasanten Entwicklung von KI umgehen.
Ähnlich betonen Berichte über das Gremium, dass die Initiative dazu dienen soll, die Vorteile von KI nicht nur im Globalen Norden zu konzentrieren, sondern auch sicherzustellen, dass die Chancen weltweit verteilt werden. Die bevorstehenden Aktivitäten und Berichte des Panels sind ein entscheidender Schritt in der Bekämpfung von Desinformation und der Verantwortung von Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern in der Ära der künstlichen Intelligenz.
Für weitere Informationen siehe die Berichte von TUM, Creati und weitere relevante Quellen.