Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS) haben eine innovative Methode zur Messung von Unsicherheiten in Wirtschaftsprognosen entwickelt. Diese Methode, die unter anderem auf Punktprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) basiert, kann Prognoseintervalle für Wachstums- und Inflationsraten in führenden Industrienationen erstellen. Besondere Hervorhebung verdient die Aussage: „Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent wird die Inflation in Deutschland im Jahr 2026 zwischen 0,5 Prozent und 3 Prozent liegen.“ Dies ist ein konkretes Ergebnis dieser neuartigen Methode, die zudem transparent und leicht anwendbar ist, ohne dass statistisches Fachwissen notwendig ist. Vergleichbare Ergebnisse werden mit komplexen statistischen Modellen erreicht, was die Verwendbarkeit der Methode erheblich steigert.KIT berichtet darüber.

Aktuell bietet diese Methode auf einer öffentlich zugänglichen Website die neuesten Prognoseintervalle an. Angesichts der fortschreitenden Unsicherheiten, die durch geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Schwankungen verursacht werden, ist eine derartige Entwicklungsarbeit von großer Bedeutung. Zudem sind sich Wirtschaftsanalysten einig, dass die gesamtwirtschaftliche Resilienz der Weltwirtschaft während der letzten Jahre bemerkenswert war. Inflationsraten nähern sich nun den Zielwerten der Zentralbanken, was in vielen Ländern eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Bedingungen anzeigt.So berichtet das Bundeswirtschaftsministerium.

Globale wirtschaftliche Trends

Das reale Einkommenswachstum und die Ausgaben der privaten Haushalte steigen, während das Verbrauchervertrauen jedoch noch unter den Werten vor der Pandemie bleibt. Der IWF und die OECD prognostizieren für die Jahre 2024 und 2025 ein globales BIP-Wachstum von jeweils 3,3 Prozent. Allerdings gibt es auch negative Hinweise, wie die gesenkten Wachstumsprognosen für einige asiatische und europäische Länder, die im dritten Quartal 2024 mit 0,1 Prozentpunkten liegen. Insbesondere zeigt China mit einem starken Exportwachstum, dass es Defizite auf der Konsumseite nicht vollständig ausgleichen kann, was zu einer angespannterenwirtschaftlichen Lage führt.Die LBBW bietet dazu weitere Analysen an.

Die Weltwirtschaft zeigt zwar Anzeichen einer Erholung, doch sind steigende protektionistische Politiken und geopolitische Spannungen signifikante Risiken für das zukünftige Wachstum. Prognosen des IWF heben hervor, dass 2024 mit einer Inflation von 4,2 Prozent zu rechnen ist, die bis 2025 auf 3,5 Prozent sinken könnte. Diese Entwicklung wird auch durch eine Vielzahl externer Faktoren beeinflusst, die die Unsicherheiten in den globalen Märkten verstärken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickeln wird.

Prognosen und Unsicherheiten in Deutschland

In Deutschland selbst hat das BIP im Jahr 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft, was aktuelle Prognosen für 2024 und darüber hinaus beeinflusst. Das BIP pro Kopf ist für 2024 auf rund 50.836 Euro kalkuliert, mit einer weiteren Steigerung auf 53.519 Euro im Jahr 2025. Diese Daten sind für die politische und wirtschaftliche Planung von großer Bedeutung und werden regelmäßig durch Institutionen wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie die Deutsche Bundesbank aktualisiert.Das Bundeswirtschaftsministerium stellt solche Informationen bereit.

Die entscheidenden Faktoren, die die BIP-Prognosen beeinflussen, sind sehr divers und umfassen sowohl die Qualität der zugrunde liegenden Daten als auch unvorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen oder politische Unruhen. Auch die unterschiedlichen Expertenmeinungen können zu signifikanten Variationen in den Prognosen führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Faktoren in der nahen Zukunft zusammensetzen werden.