Die WHU, Otto Beisheim School of Management, hat kürzlich mit ihrem Team „Cherry“ an der renommierten Venture Capital Investment Competition (VCIC) teilgenommen. Der Wettbewerb, der Anfang März stattfand, ist als die größte praxisorientierte Fallstudienchallenge im Bereich Venture Capital bekannt und bot den Studierenden die Möglichkeit, als Wagniskapital-Investoren zu agieren und reale Start-ups zu analysieren. Laut WHU trat das Team nach dem Gewinn eines internen Vorentscheids an und erhielt 48 Stunden vor dem Wettkampf Pitch-Decks von drei realen Start-ups.
Die Aufgabe des WHU-Teams umfasste eine umfassende Analyse dieser Start-ups aus der Perspektive eines Venture Capitalists, um fundierte Investmententscheidungen treffen zu können. Dabei wurde das Team von einer neunköpfigen Jury bestehend aus Finanz- und VC-Expert:innen bewertet. Die Bewertungskriterien umfassten unter anderem den Markt, das Gründer-Team, das Produkt, das Geschäfts- und Exit-Potenzial sowie die Präsentation der Absichtserklärung.
Wettbewerbsablauf
Während des Wettbewerbs führte das Team „Cherry“ Gespräche mit den Start-ups und musste sein Verhalten als Investor:innen sowie die strategischen Entscheidungen beobachten. Am Ende des Wettkampfs war es erforderlich, die getroffene Investitionsentscheidung zu präsentieren und zu verteidigen. Der Wettbewerb um den ersten Platz war hart, wobei die Cranfield University aus England als Gewinner hervorging und sich somit für das globale Finale in den USA qualifizierte. Die VCIC ist bekannt für ihre Fokussierung auf Sorgfaltspflicht, Unternehmensbewertung und die Ausarbeitung von Investitionsbedingungen, was das Training von Investmentkompetenz fördern soll.
Der VCIC-Wettbewerb ist nicht nur für die teilnehmenden Studierenden von Bedeutung, sondern auch für Start-ups, die Finanzierungsrunden durchlaufen. Diese Runden beginnen in der Regel mit der Series A, nachdem die Seed-Phase erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Finanzierungsrunde hat das Ziel, die Geschäftstätigkeit zu erweitern, neue Märkte zu erschließen und das Team zu vergrößern. Die Unternehmen müssen Investoren von ihrer Performance, Wachstumsstrategie und Marktpositionierung überzeugen, berichtet die Kanzlei Schwarz & Stein, weil in der Growth Stage häufig Venture Capital-Gesellschaften und institutionelle Investoren als Geldgeber aktiv sind.
In den weiteren Finanzierungsrunden, wie Series B, C und D, bauen die Start-ups auf ihren bisherigen Erfolgen auf, um größere Investitionssummen zu sichern. Diese Kapitalzufuhr ist entscheidend, da sie es Unternehmen ermöglicht, in neue Märkte vorzudringen und neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Investoren suchen vor allem nach Unternehmen mit Potenzial zur Marktbeherrschung und nachhaltigem Erfolg, was in der dynamischen Start-up-Landschaft von entscheidender Bedeutung ist.
Insgesamt verdeutlicht der VCIC und das Engagement der WHU-Studierenden die zentralen Themen der Finanzierungslandschaft für Start-ups, wo Leistungsfähigkeit und Innovationskraft auf die Bedürfnisse der Investoren treffen. Informationen zu Förderinstrumenten zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung können weiterführend auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums eingesehen werden: Bundeswirtschaftsministerium.