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In der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen wird vom 7. April bis zum 6. Juni 2026 eine umfassende Ausstellung über den bedeutenden Astronomen und Arzt Heinrich Wilhelm Olbers (1758–1840) zu sehen sein. Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei. Olbers, der fast vier Jahrzehnte als Arzt in Bremen tätig war, gilt als eine prägende Figur der Astronomie um 1800 und ist für zahlreiche Entdeckungen und wissenschaftliche Theorien bekannt.

Zu seinen wichtigsten Entdeckungen zählt die Entdeckung der Asteroiden Pallas und Vesta, sowie die Beobachtung mehrerer Kometen. Zudem formulierte er das nach ihm benannte Olberssche Paradoxon, das ein zentrales Problem in der kosmologischen Theorie darstellt. Diese Ausstellung thematisiert nicht nur seine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch den Austausch zwischen Individuen und Institutionen der damaligen Zeit, was seine Arbeit umso bedeutender macht.

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Einblicke in Olbers‘ Leben und Werk

Heinrich Wilhelm Olbers wurde am 11. Oktober 1758 in Arbergen bei Bremen geboren und starb am 2. März 1840 in Bremen. Er war das achte von sechzehn Kindern des Pastors Johann Georg Olbers. Nach einem Umzug nach Bremen besuchte er das Pädagogium, das Athenaeum und das Gymnasium Illustre. Ab 1777 studierte er Medizin an der Universität Göttingen und schloss 1780 mit einer Dissertation über das menschliche Auge ab.

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Olbers eröffnete 1781 eine Arztpraxis in Bremen und heiratete zweimal, wobei seine erste Frau Dorothea Elisabeth Köhne 1786 starb. Mit seiner zweiten Frau Anna Adelheid Lürssen hatte er einen Sohn. 1797 wurde Olbers Mitglied der Leopoldina und gründete 1800 die Astronomische Gesellschaft in Lilienthal. Seine bedeutendsten astronomischen Entdeckungen errang er zwischen 1802 und 1807, als er Pallas und Vesta entdeckte.

Die Eröffnung der Ausstellung

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 7. April 2026 um 16:30 Uhr statt. Maria Elisabeth Müller, Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, wird die Gäste begrüßen. Anschließend wird Maria Hermes-Wladarsch, Kuratorin der Ausstellung, eine Einführung geben. Eine besondere Attraktion wird ein Kurzvortrag von PD Dr. Günter Oestmann sein, der zusätzliche Einblicke in Olbers‘ Leben und Werk bieten wird.

Die Ausstellung zielt darauf ab, Wissenschaftler:innen, Studierende und ein breites Publikum anzusprechen. Begleitend zur Ausstellung erscheint die Publikation „Astronom – Arzt – Bremer. Wilhelm Olbers (1758 – 1840) und sein Nachlass in der SuUB Bremen“, die 2026 bei Edition Falkenberg herausgegeben wird.

Öffnungszeiten und Kontakt

Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen hat von Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr, samstags von 10 bis 20 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für weitere Informationen oder bei Fragen zur Ausstellung steht Dr. Maria Hermes-Wladarsch unter der Telefonnummer +49 0421 218-59571 oder per E-Mail unter hermes@suub.uni-bremen.de zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen über Olbers und seine Entdeckungen können zudem auf der Website der Universität Bremen nachgelesen werden. Der Nachlass von Olbers umfasst etwa 4.000 Dokumente, einschließlich handschriftlicher Werke, Briefe und wissenschaftlicher Skizzen, und zeigt die tiefe Verbindung zwischen Wissenschaft und persönlichem Schaffen im Leben dieses bemerkenswerten Mannes.

Insgesamt verdeutlicht die Ausstellung nicht nur die Erfolge eines der größten Astronomen seiner Zeit, sondern auch sein Engagement als Arzt und seine Einflüsse auf die wissenschaftliche Gemeinschaft. Die Meldungen zur Ausstellung können auf der Seite der Universität Bremen nachgelesen werden, während umfassende biografische Informationen über Olbers auf Wikipedia zu finden sind.