Am 3. März 2026 fand an der PhilFak der Universität Marburg das Barcamp mit dem treffenden Titel „Science for Society – Wissenschaftskommunikation und Transfer neu denken“ statt. Organisiert vom Forschungscampus Mittelhessen, brachte die Veranstaltung rund 70 Teilnehmende aus verschiedenen Sektoren zusammen. Darunter waren Forschende, Kommunikationsfachleute, Wissenschaftsmanager*innen sowie Vertreter*innen der regionalen Wirtschaft. Das Hauptziel der Versammlung war ein angeregter Austausch über die nötigen Faktoren für einen erfolgreichen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Institutionen, die an diesem spannenden Tag teilnahmen, umfassten die Philipps-Universität Marburg, die Justus-Liebig-Universität Gießen sowie die Technische Hochschule Mittelhessen. Damit wurde nicht nur die Vielfalt der Perspektiven gewährleistet, sondern auch die Möglichkeit, bestehende Netzwerke zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein starkes Interesse an langfristiger Zusammenarbeit zeichnete sich ab, und die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, Themen und Diskussionsformate selbst zu bestimmen.

Wissenschaftskommunikation im Fokus

Die Diskussionsfragen drehten sich um zentrale Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation. Wie erreicht man Menschen mit Wissenschaft? Wie kann Wissenschaftskommunikation in den Forschungsalltag integriert werden? Diese Fragen waren der Ausgangspunkt für tiefgehende Gespräche über Co-Creation-Formen mit Bürger*innen und die nachhaltige Verankerung von Kommunikationsaufgaben in Forschungsprojekten. Dabei wurden Themen wie Kooperationsmodelle mit Praxispartnern und Ressourcenplanung behandelt, welche für die strategische Weiterentwicklung von Wissenschaftskommunikation und Transfer von Bedeutung sind.

Diese Aspekte sind besonders relevant, denn wissenschaftliche Erkenntnisse tragen entscheidend dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Themen wie der Einfluss von Algorithmen, die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung oder der Schutz vor Krankheiten sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie wichtig der Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft ist. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat bereits 2021 in seinem Koalitionsvertrag festgelegt, Wissenschaftskommunikation zu fördern, und hat sich mit verschiedenen Programmen wie der Transfer Unit und der Impact Unit auf die Fahnen geschrieben, die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu stärken. Zudem wird seit 2022 Wissenschaftskommunikation in sämtlichen Förderrichtlinien des BMFTR verankert.

Der Beitrag der DFG

Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine klare Strategie zur Förderung der Wissenschaftskommunikation. Sie sieht es als eine grundlegende Aufgabe der öffentlich geförderten Forschung an, die Allgemeinheit über ihre Erkenntnisse zu informieren. Laut der DFG ist es wichtig, Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft aufzubauen und wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Dabei wird Wissenschaftskommunikation als Dialog zwischen Wissenschaft und externen Zielgruppen betrachtet, der eine transparente Darstellung von Forschung ermöglicht.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse des Barcamps, dass ein reger Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft essentiell ist. Die Teilnehmenden schlossen mit konkreten Ideen für zukünftige Kooperationen ab und setzten sich das Ziel, den Dialog weiter zu verbessern und die Wissenschaftskommunikation neu zu denken. Denn nur durch eine effektive Kommunikation können die wertvollen Erkenntnisse der Wissenschaft auch in Alltags- und Arbeitsleben der Bürger*innen ankommen.

Für weitere Informationen und Details über das Barcamp und die dazugehörigen Programme, werfen Sie einen Blick auf die Berichterstattung der Universität Marburg, die Initiativen des BMFTR sowie die Ansätze der DFG. Durch den Austausch wird der Weg für eine effektive Wissenschaftskommunikation geebnet, die sowohl der Forschung als auch der Gesellschaft zugutekommt.