Die TU Braunschweig hat in der aktuellen Woche bedeutende Entwicklungen in Forschung und Lehre bekannt gegeben, die sowohl lokale als auch internationale Relevanz haben. Besonders hervorzuheben ist die Förderung von Prof. Farsane Tabataba-Vakili, die über das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) rund 1,9 Millionen Euro erhält. Dieses Programm zielt darauf ab, hochqualifizierten Forscher*innen die Möglichkeit zu geben, als Gruppenleiter*innen zu agieren und somit maßgebliche Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrer*in zu schaffen, wie dfg.de berichtet.
Tabataba-Vakili wird durch ihre Förderung ihre Forschungsgruppe zur Erforschung neuer Quantenmaterialien weiterentwickeln. Die Antragsberechtigung für das Emmy Noether Programm richtet sich an Wissenschaftler*innen, die in der Regel bis zu vier Jahre nach der Promotion tätig sind und umfangreiche internationale Forschungserfahrung vorweisen können. Die Dauer der Förderung ist auf sechs Jahre festgelegt, wobei es bis zur Entscheidung des Antrags etwa acht Monate in Anspruch nimmt.
Neue Projekte und Forschungsvorhaben
Ebenfalls bemerkenswert ist das Engagement von Sport- und Erziehungswissenschaftler*innen der Universität Braunschweig und weiteren Partnern, die ein Konzept zur Stärkung des individuellen Lernens im Sportunterricht in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen entwickeln. Diese Initiative soll die Qualität des Sportunterrichts erheblich steigern und an Schulen implementiert werden.
Parallel dazu testet ein Gymnasium in Meine ein innovatives Escape Game zur Kreislaufwirtschaft. Dieses pädagogische Konzept wird im Rahmen eines Ganzjahresprojekts mit Unterstützung des Kompetenzzentrums KREIS entwickelt und zielt darauf ab, ökologisches Bewusstsein bei Schüler*innen zu fördern.
Bildungsangebote und Veranstaltungen
Im Bereich der Lehre ist auch die Anstellung von Prof. Jan-Erik Leonhardt als neuer Juniorprofessor für Englische Fachdidaktik relevant. Er wird sich der Integration von Medien in den Englischunterricht widmen. Zudem gibt es einen Anmeldestart für Sprachkurse am Sprachenzentrum der TU Braunschweig, der am 23. März um 9 Uhr beginnt. Hierbei wird ein breites Spektrum an Sprachkursen angeboten, die zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenzen vieler Studierender beitragen.
Darüber hinaus finden im Sommersemester Angebote für Eltern-Kind-Turnen sowie Kinderturnen statt, was besonders für Familien in der Region von Interesse ist. Die Women in Entrepreneurship Academy 2026 sucht Studentinnen und Wissenschaftlerinnen mit unternehmerischen Ideen für ein Online-Training und Austauschmöglichkeiten im Silicon Valley. Interessierte können sich während der Virtual Open House Session am 24. März anmelden.
Fortschritte in der MINT-Forschung
Ein weiterer bedeutender Punkt betrifft die Möglichkeit für Forscher*innen an der TU Braunschweig, externe Expertise zur Berücksichtigung der Geschlechterdimension in MINT-Forschung einzuholen. Dies kann durch mehrwöchige Gastaufenthalte im Braunschweiger Zentrum für Gender Studies geschehen, mit Anträgen, die bis zum 4. Mai eingereicht werden können.
Abschließend kann erwähnt werden, dass das Tropenhaus im Botanischen Garten der TU Braunschweig frisch für den Frühling hergerichtet wurde und nun barrierefrei zugänglich ist. In der vorlesungsfreien Zeit stehen zudem verschiedene Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionen, Infoveranstaltungen und Konzerte auf dem Programm, die den Austausch unter Studierenden und Forschenden fördern.