Am 25. Februar 2026 findet im Kulturzentrum Altes Kaufhaus in Landau eine öffentliche Podiumsdiskussion der RPTU Kaiserslautern-Landau unter dem Titel „Wissen. Macht. Meinung. Zur Verflechtung von Wissenschaft, Politik und Medien“ statt. Die Veranstaltung wird dem Einfluss wissenschaftlicher Erkenntnisse auf politische Entscheidungen gewidmet sein und auf wichtige gesellschaftliche Themen wie Klimaschutz, Energiepreise und Gesundheitspolitik eingehen. Ziel ist es, die Herausforderungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Vermittlung ihrer Erkenntnisse zu beleuchten.
Podiumsteilnehmer sind renommierte Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Industrie, darunter Carolin Müller-Spitzer, Professorin für Linguistik am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, und Hans Jürgen Bucher, Professor für Linguistik am Karlsruher Institut für Technologie. Weitere Teilnehmer sind Eva Wilke, Vizepräsidentin für Forschung bei BASF, Uwe Steger, Leiter Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Innsbruck, sowie Kristin Küter, die im Bereich Wissenschaftskommunikation tätig ist. Moderiert wird die Diskussion von Hanna Proner, die für den ZEIT-Verlag arbeitet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist unter mediendiskurse2026[at]rptu.de erforderlich.
Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation
Die Diskussion wird sich auch mit den Erfahrungen von Forschenden aus verschiedenen Bereichen der wissenschaftlichen Tätigkeit befassen, sei es in der Grundlagenforschung, angewandten Forschung oder der Industrie. Diese Perspektiven sind von großer Bedeutung, insbesondere angesichts der Herausforderungen, die vorhanden sind, wenn es darum geht, wissenschaftliche Erkenntnisse masyarakatlich verständlich zu vermitteln.
Zusätzlich hat eine internationale Studie, die in Nature Human Behaviour veröffentlicht wurde, das Vertrauen in Wissenschaftler*innen weltweit untersucht. Über 71.900 Teilnehmer*innen aus 68 Ländern nahmen daran teil. Die Ergebnisse zeigen, dass das Vertrauen in Wissenschaftler*innen stabil und moderat hoch ist, jedoch gibt es signifikante regionale Unterschiede. In Deutschland liegt das Vertrauen unter dem internationalen Durchschnitt, da lediglich 62 % der Deutschen ein stärkeres politisches Engagement von Forschenden wünschen.
Vertrauen als Schlüssel zur Akzeptanz
Besonders bemerkenswert ist, dass 78 % der Befragten weltweit Wissenschaftler*innen als qualifiziert und 57 % sie als ehrlich einschätzen. Dennoch zeigen politische Überzeugungen einen deutlichen Einfluss auf das Vertrauen: Rechte und konservative Personen tendieren dazu, weniger Vertrauen in die Wissenschaft zu haben. Menschen, die Wissenschaftler*innen als offen und transparent wahrnehmen, haben hingegen ein höheres Vertrauen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer effektiven Wissenschaftskommunikation, die auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen zugeschnitten ist.
Das bevorstehende Event in Landau bietet daher eine wertvolle Plattform, um über diese Themen zu diskutieren und die Beziehung zwischen Wissenschaft, Politik und Medien fundierter zu verstehen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Gesellschaft bleibt die Frage, wie Wissenschaftler*innen ihren Platz in politischen Diskursen behaupten können.