Am 19. Februar 2026 stehen an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zahlreiche Veranstaltungen an, die sich mit aktuellen Themen rund um die Ukraine befassen. Diese Aktivitäten reflektieren das Engagement der Hochschule in der interdisziplinären Forschung und Lehre zur Ukraine, insbesondere in Anbetracht der sich zuspitzenden Konfliktsituation in der Region.

Eine der herausragenden Veranstaltungen ist das „Café Kyiv“, das am 23. Februar im Colosseum in Berlin stattfinden wird. Laut europa-uni.de wird die Veranstaltung von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und zielt darauf ab, die Ukraineforschung ins Rampenlicht zu rücken. Im Vorjahr zog das „Café Kyiv“ rund 5.000 Besucher*innen an und umfasste mehr als 100 Veranstaltungen. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Eröffnungsrede halten, die die Bedeutung der Ukraineforschung betonen wird.

Das Programm des „Café Kyiv“ umfasst eine Vielzahl von formalen Diskussionsformaten, wie ein Panel mit dem Titel „Talking About Rivers in Ukraine“ und einen Workshop, der sich mit den Herausforderungen in der Ukraine auseinandersetzt. Das-Wissen.de hebt hervor, dass sich das Event an Wissenschaftler*innen sowie interessierte Bürger*innen richtet, um interdisziplinäre Ansätze in der Ukraineforschung zu fördern.

Demonstration zum Jahrestag der Vollinvasion

Am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in die Ukraine, wird eine Demonstration unter dem Motto „Licht in der Dunkelheit“ auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Frankfurt (Oder) stattfinden. Dr. Susann Worschech als Koordinatorin des Kompetenzverbunds Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU) wird bei der Veranstaltung sprechen. Diese Demonstration unterstreicht die Bedeutung des Gedenkens und der Solidarität mit der Ukraine in Zeiten des Wandels und der Unsicherheit.

Ein weiterer wichtiger Termin ist die Veranstaltung am 25. Februar, die anlässlich des zehnten Todestages von Karl Dedecius in der Universitätsbibliothek der Viadrina stattfindet. Dabei wird eine Fotopräsentation gezeigt, die das Leben und die Arbeiten Dedecius beleuchtet und dessen Verdienste um die deutsch-ukrainischen Beziehungen würdigt.

Förderung der Ukraineforschung durch den KIU

Der Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien Frankfurt (Oder) – Berlin (KIU) spielt eine zentrale Rolle in der Stärkung der Ukraineforschung. Dieser Verbund initiiert diverse Studiengänge und Forschungsprojekte, die auf den Austausch und die Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen abzielen. Laut zois-berlin.de wird der KIU durch eine Förderung von fast fünf Millionen Euro bis 2028 unterstützt. Dies ermöglicht die Durchführung von Stipendienprogrammen und die Etablierung eines strukturierten Promotionsprogramms, das ab April 2025 zwölf Promovierenden zur Forschung zu ukrainebezogenen Themen dient.

Als Teil seines Lehrangebots kooperiert der KIU mit namhaften Hochschulen wie der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Diese Kooperation fördert ein Zertifikatsprogramm in Ukrainischen Studien, das sich an Masterstudierende richtet. So wird nicht nur die akademische Lehre bereichert, sondern auch der interdisziplinäre Austausch gefördert.

Schließlich wird eine Fotoausstellung mit dem Titel „Zerstörtes Kulturerbe in der Ukraine“ bis zum 27. März in der Viadrina zu sehen sein. Diese Ausstellung dokumentiert die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf kulturelles Erbe und soll einen weiteren Beitrag zum Verständnis der tragischen humanitären und kulturellen Folgen des Konflikts leisten.