Am 26. und 27. Februar 2026 fand ein bedeutendes Arbeitstreffen des Forschungsverbunds LemaS-Transfer an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) statt. Rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 16 Hochschulen trafen sich, um über die Zukunft der Initiative „Leistung macht Schule“ zu diskutieren. Diese Bundesländer-integrierte Initiative wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und verfügt über ein Budget von 125 Millionen Euro, das sich über 850 Schulen und 104 Schulnetzwerke erstreckt. Unter dem Motto „LemaS-Transfer vom Ende her denken“ konzentrierten sich die Teilnehmer auf die nachhaltige Verankerung von Potenzial- und Begabungsförderung in Schulen und den Bildungsprogrammen der Zukunft.
In ihrer Begrüßungsrede wies Prof. Dr. Nadine Anskeit, Prorektorin für Forschung an der PHKA, auf die zentralen Ziele des LemaS-Transfer-Teams hin, das unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Weigand die Projektkoordination und Begleitforschung übernimmt. Ein primäres Anliegen ist es, Kindern und Jugendlichen individuelle Fördermöglichkeiten, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status, zu bieten. Die Aufgabe der teilnehmenden Schulen ist es, ihre Erkenntnisse aus der ersten Phase mit neuen Schulen zu teilen, die ebenfalls an der Begabungsförderung partizipieren möchten.
Zusammenarbeit und Unterstützung im Bildungssektor
Der Forschungsverbund LemaS-Transfer ist eine maßgebliche Institution innerhalb der Initiative „Leistung macht Schule“, die darauf abzielt, gerechte Bildungschancen zu schaffen. Laut Informationen von lemas-forschung.de hat jede Schule die Kernaufgabe, die Potenziale und Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern. Die Schulen, die Teil des LemaS-Transfer-Teams sind, agieren als Multiplikatoren und bringen ihre gesammelten Erfahrungen in die Netzwerke ein, was eine wichtige Rolle im Transferprozess spielt.
Die LemaS-Regionalzentren, wie das an der PHKA, unterstützen aktiv Schulnetzwerke in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Das Augenmerk liegt auf Professionalisierungsangeboten, insbesondere im Bereich der begabungs- und leistungsfördernden Schulentwicklung. Hierbei wird unter anderem die Arbeit von PD Dr. Beate Laudenberg hervorgehoben, die als Projektleiterin im Fach Deutsch fungiert.
Bildungsforschung als Fundament für Verbesserungen
Die Relevanz von Bildungsforschung in Deutschland wird durch die aktuelle Lage im Bildungswesen deutlich. Wie das Bundesministerium für Bildung erläutert, zeigt die Bildungsforschung Ungleichheiten im System auf und entwickelt Konzepte zur Qualitätssteigerung. Sie zielt darauf ab, die Lernbedingungen für alle zu verbessern und bietet wichtige Erkenntnisse, die zur Anpassung von Bildungsangeboten an die Bedürfnisse der Bevölkerung dienen.
Aktuell werden über 150 Forschungsprojekte im Rahmen des empirischen Bildungsforschungsprogramms gefördert, welches die Weiterentwicklung des Bildungswesens vorantreiben soll. Diese Initiativen sind nicht nur für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler entscheidend, sie haben auch weitreichende gesellschaftliche Bedeutung, insbesondere in der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf internationaler Ebene.
Insgesamt zeigt sich, dass der Forschungsverbund LemaS-Transfer eine Schlüsselrolle im Übergang der Bildungsforschung in die Praxis spielt und die Initiative „Leistung macht Schule“ als eine zentrale Strategie zur Verbesserung der Bildungslandschaft in Deutschland verstanden werden kann.