Am 14. Februar 2026 findet die diesjährige Marsilius-Vorlesung an der Universität Heidelberg statt, die sich mit dem Thema „Räumlicher Wandel und sozialer Zusammenhalt“ beschäftigt. Diese Vorlesung wird von der renommierten Soziologin Martina Löw gehalten, die an der Technischen Universität Berlin das Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie leitet. Löw bringt eine eindrucksvolle akademische Laufbahn mit, die ihren Ursprung an der Universität Marburg und der Universität Frankfurt am Main hat.
Martina Löw promovierte 1993 im Fach Soziologie an der Universität Frankfurt am Main und habilitierte 2000 an der Universität Halle-Wittenberg. Ihre Habilitationsarbeit behandelte die Neubestimmung des soziologischen Raumbegriffs, ein Thema, das in der aktuellen Diskussion um Raumplanung und sozialen Zusammenhalt unverändert an Relevanz gewinnt. Von 2002 bis 2013 war sie Professorin für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt, bevor sie an die TU Berlin wechselte.
Wissenschaftlicher Austausch im Fokus
Das Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg, das diese Vorlesung organisiert, fördert den interdisziplinären Austausch unter Wissenschaftlern. In diesem Kontext wird der Dialog zwischen Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften sowie den Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften besonders hervorgehoben. Diese Vielfalt an Perspektiven ist entscheidend, um komplexe gesellschaftliche Themen wie sozialen Zusammenhalt und den Einfluss räumlicher Veränderungen umfassend zu analysieren.
Martina Löw ist für ihre Forschung mehrfach ausgezeichnet worden. Ihre Expertise und die interdisziplinäre Ausrichtung der Vorlesung versprechen einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Raumgestaltung und sozialem Zusammenhalt. Die Zuhörer können sich auf spannende Erkenntnisse freuen, die sowohl theoretische als auch praktische Ansätze zur Verbesserung von Lebensräumen in unserer zunehmend urbanisierten Welt bieten.