Am 1. April 2026 wurde im Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst ein parlamentarisches Frühstück organisiert, zu dem die Universitäten Bremen und Oldenburg politische Vertreter eingeladen hatten. Diese Veranstaltung hatte das Ziel, den Antrag „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ im Rahmen der Exzellenzstrategie vorzustellen. Professorin Jutta Günther, die Rektorin der Universität Bremen, und Professor Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg, präsentierten die Vision ihrer Hochschulen, den Titel „Exzellenzuniversität“ zu erlangen und den Nordwesten Deutschlands zu einer führenden Wissenschaftsregion zu entwickeln. Die Universität Bremen berichtet, dass das Hanse-Wissenschaftskolleg als Kooperationspartner in diesem wichtigen Vorhaben agiert.
Bei diesem parlamentarischen Austausch diskutierten die Anwesenden, darunter Vertreter der Bremischen Bürgerschaft und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, über die Strategie der Allianz sowie die Möglichkeiten der politischen Unterstützung. Zudem waren Gäste aus der benachbarten Rijksuniversiteit Groningen beteiligt, was die langjährige Kooperation zwischen den Universitäten Bremen, Oldenburg und Groningen unterstreicht. Ziel der Antragsteller ist, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verknüpfen und innovative Lösungen zu entwickeln.
Exzellenzcluster und Fördermöglichkeiten
Im Rahmen der Exzellenzstrategie können Hochschulen sich um den Titel „Exzellenzuniversität“ bewerben, wenn sie über sogenannte Exzellenzcluster verfügen. Die Universitäten Bremen und Oldenburg bringen gleich vier dieser Cluster hervor, die sich auf Hörforschung, Tiernavigation, marine Ökosysteme und nachhaltige Weltraumforschung konzentrieren. Derzeit gibt es in Deutschland zehn Universitäten, die diesen Titel tragen; mit der neuen Strategie soll diese Zahl auf maximal 15 erhöht werden.
Im April 2026 wird der Wissenschaftsrat die Begehung und Bewertung des Antrags vornehmen. Die Entscheidung über die Fördergelder, die zwischen 10 und 28 Millionen Euro variieren können, soll im Oktober 2026 fallen. Erfolgreiche Universitäten erwarten, dass diese Unterstützung dazu beiträgt, sowohl die Forschung als auch die gesellschaftliche Verantwortung zu stärken, was die Initiative der ZDF berichtet.
Zukunftsperspektiven der Northwest Alliance
Die Northwest Alliance wird von reformorientierten Universitäten unterstützt und umfasst insgesamt 580 Professuren, 6.400 Mitarbeitende, 2.700 Promovierende und 34.000 Studierende. Durch diese Zusammenarbeit soll die Metropolregion Nordwest, eine von elf deutschen Europäischen Metropolregionen, in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft gestärkt werden. Diese überregionale Kooperation zeichnet sich durch einen bedeutenden gesellschaftlichen Einfluss und die Verbindung zu internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaften aus.
Der Erfolg des Antrags und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten sind entscheidend für die Entwicklung der Region und die Zukunft der Wissenschaftslandschaft im Nordwesten Deutschlands. Mit der „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ setzen die Universitäten Bremen und Oldenburg ein starkes Zeichen für die Innovationskraft des deutschen Hochschulsystems.



