Am 13. März 2026 ehrte die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg herausragende Leistungen in der Forschung und akademischen Bildung. Im Rahmen einer festlichen Verleihung wurden der Wissenschaftspreis sowie der Preis des Präsidenten „Akademische Bildung und Soldatsein“ vergeben. Die Auszeichnungen zielen darauf ab, individuelle Erfolge zu würdigen und den wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern, was die Bedeutung dieser Ehrungen in Deutschland unterstreicht, das für seine exzellente Forschungslandschaft bekannt ist.

Der Wissenschaftspreis 2026 ging an Dr. Fabian Dethof von der Fakultät Maschinenbau und Bauingenieurwesen. Seine mit „Applications of Numerical Simulations for Impact Echo and Ultrasonic Testing on Concrete Structures“ betitelte Dissertation wurde von Univ.-Prof. Dr.–Ing. Sylvia Keßler betreut und beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung zerstörungsfreier Prüfverfahren für Betonbauwerke. Die Jury würdigte insbesondere die Innovationsfähigkeit, die methodische Breite und das Transferpotenzial der Arbeit. Dethof entwickelte einen Simulationscode, der die elastische Wellenausbreitung in heterogenem Beton realistisch abbildet und validierte seine numerischen Ergebnisse mit experimentellen Messungen. Ziel dieser umfangreichen Forschung ist eine zuverlässigere Beurteilung von Bauwerkszuständen und die Verbesserung der Interpretierbarkeit der Messdaten.

Preisverleihung für akademische Bildung

Besonders bemerkenswert war die erstmalige Verleihung des Preises des Präsidenten „Akademische Bildung und Soldatsein“ an Oberleutnant Alexander Türk und Oberleutnant Joshua Eibeck. Ihre Masterarbeit mit dem Titel „Der universitär gebildete Offizier?“ thematisiert das Verhältnis von akademischer Bildung, Innerer Führung und Staatsbürgerschaft innerhalb der militärischen Führung. Die Autoren reflektieren die Spannungen zwischen der militärischen Hierarchie und den Anforderungen einer demokratischen Verantwortung, ein Thema von wachsender Relevanz in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion.

Die Preisverleihung wurde von zahlreichen Ehrengästen begleitet, darunter Assoc. Prof. Gordan Akrap, Generalkonsul Kristijan Tušek und US-Generalkonsul Scott Woodard. In seinem Festvortrag sprach Assoc. Prof. Akrap über die derzeitige politische Lage und die Perspektiven internationaler Zusammenarbeit, was die Veranstaltung in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext stellte.

Die Rolle der Wissenschaftspreise in Deutschland

Die Liste von Wissenschaftspreisen in Deutschland umfasst zahlreiche Auszeichnungen, die darauf abzielen, exzellente Forschungsleistungen zu würdigen. Jährlich werden bedeutende Anerkennungen an Wissenschaftler:innen verliehen, die individuelle Leistungen in verschiedenen Fachbereichen hervorheben. Preise werden üblicherweise nicht durch Eigennominierung vergeben; die Nominierungen erfolgen ausschließlich auf Aufforderung des Präsidiums, was einen besonderen Stellenwert im Auswahlprozess darstellt. Zudem gibt es eine Übersicht der renommiertesten deutschen Wissenschaftspreise, die auf den entsprechenden Homepages zugänglich ist. Die Rolle dieser Auszeichnungen ist nicht zu unterschätzen, bieten sie doch eine Plattform für den wissenschaftlichen Austausch und erhöhen die Sichtbarkeit der geförderten Themen und Disziplinen in Deutschland.