Am 19. März 2026 wurde ein bedeutendes Pilotprojekt, die Initiative Catalyst GER, ins Leben gerufen, um die gesellschaftliche Wirkung von Forschung in den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften sowie den Künsten zu stärken. Die Ruhr-Universität Bochum (RUB), die Technische Universität Dortmund (TU Dortmund) und die Universität Duisburg-Essen (UDE) sind zusammen mit fünf weiteren Universitäten Teil dieses vielversprechenden Vorhabens. Das Hauptziel besteht darin, Wissenschaftler:innen dabei zu unterstützen, Anwendungsbereiche für ihre Forschung zu identifizieren und Modelle für einen langfristigen gesellschaftlichen Nutzen zu entwickeln, wie uni-due.de berichtet.
Das offizielle Startdatum war der 12. März 2026, das mit einer Auftaktveranstaltung im UA Ruhr College for Social Sciences and Humanities gefeiert wurde. In dieser Veranstaltung traten zahlreiche Redner auf, unter anderem die UDE-Rektorin Prof. Barbara Albert und RUB-Prorektor Prof. Achim von Keudell, um die Visionen und Ziele des Projekts zu erläutern. Ein zentrales Element der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, in der bestehende Projekte vorgestellt wurden. Darunter waren Beiträge von Prof. Lucia B. Amrhein, Prof. Matthias Sellmann und Dr. Corinna Schmidt, die Beispiele für erfolgreiche Kooperationen mit der Gesellschaft präsentierten.
Ziele und Anwendungsbereiche
Das Catalyst GER-Programm hat das Bestreben, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Mögliche Anwendungsfelder der Forschung sind unter anderem Weiterbildungs- und Beratungsangebote, Social Entrepreneurships sowie die Mitarbeit in politischen Beratungsgremien. Forscher:innen sollen durch die Initiative ermutigt werden, neue gesellschaftliche Impulse aus ihren Erkenntnissen abzuleiten, wodurch es möglich werden soll, nachhaltige Transferprojekte zu entwickeln, wie auch uni-kiel.de anmerkt.
Das Programm zielt darauf ab, Forschende in allen Karrierestufen zu unterstützen. Besonders im Blick stehen jene aus den Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften, da diese Disziplinen wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen Verständigung und zur Analyse komplexer Herausforderungen leisten. Herausforderungen im Transfer sind oft die begrenzten Ressourcen und eine hohe Abhängigkeit von Drittmitteln, während viele Förderprogramme traditionell nur auf technologischen Transfer fokussiert sind.
Struktur und Veranstaltungen
Die programmdidaktische Struktur umfasst mehrere Phasen, darunter Workshops, Coachings und Austauschformate. Flexibilität ist ein Schlüsselprinzip des Catalyst GER-Programms, da die Teilnehmenden nach jeder Phase entscheiden können, ob sie ihre Ideen weiterverfolgen möchten. Die Auftaktveranstaltung fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt und ist auf den 13. April 2026, von 13:30 bis 17:15 Uhr, terminiert. Teilnehmer können sich kostenlos anmelden, und das Event zielt darauf ab, den Austausch zwischen Wissenschaftler:innen und politischen sowie gesellschaftlichen Expert:innen zu fördern, wie die Webseite von BIBB erläutert.
Zusätzlich wird das Programm durch „Discover“-Workshops für Forschende ergänzt, die am 27. März, 21. April und 29. April stattfinden sollen. Eine wichtige Veranstaltung – „Wissen wirkt! Good Practices für Transfer“ – ist für den 28. Mai von 12 bis 17 Uhr im UA Ruhr College geplant. Hier sollen gute Beispiele und erfolgreiche Transferstrategien vorgestellt werden.
Insgesamt umfasst die Catalyst GER-Initiative acht Universitäten und ist ein gemeinsames Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem SHAPE Impact Kollektiv entwickelt wurde. Dies zeigt klar, wie wichtig interdisziplinäre Ansätze in der Wissenschaft sind, um den Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu gestalten.