Die Schwedische Akademie der Wissenschaften hat Prof. Christian Glaser mit dem renommierten Wallmark-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wurde 1859 ins Leben gerufen und würdigt Wissenschaftler*innen, deren Entdeckungen einen bedeutenden Fortschritt in Wissenschaft und Industrie fördern. Der Wallmark-Preis ist nach dem schwedischen Physiker Lars Johan Wallmark benannt und wird in den Bereichen Mathematik, Astronomie, Angewandte Mechanik, Physik, Chemie, Mineralogie oder Technik vergeben. Angesichts seiner beeindruckenden Leistungen in der Astroteilchenphysik wird Glaser für seine innovative Forschung geehrt.
Prof. Glaser ist seit August 2025 Professor für Experimentelle Astroteilchenphysik an der Fakultät für Physik der TU Dortmund. Vor seiner Ernennung war er an der Universität Uppsala in Schweden tätig, wo er zunächst als Juniorprofessor mit Tenure Track von 2020 bis 2023 und anschließend als Associate Professor bis 2025 arbeitete. Er hat seine akademische Laufbahn in Deutschland begonnen und dort einen Bachelor und Master in Physik an der RWTH Aachen absolviert. Die Promotion in Astroteilchenphysik erfolgte 2017.
Forschungsschwerpunkte und internationale Projekte
Seine Forschungsarbeiten sind international anerkannt und werden unter anderem vom Europäischen Forschungsrat gefördert. Im Rahmen des Projekts NuRadioOpt erhielt Glaser 2024 einen ERC Starting Grant in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro über fünf Jahre. Diese Förderung unterstreicht die Relevanz seiner Arbeit, die sich mit hochenergetischen kosmischen Neutrinos und kosmischer Strahlung befasst.
Ein zentraler Aspekt seiner Forschung umfasst die Radiotechnik zur Messung dieser Teilchen im Eis sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Signalverarbeitung. Glaser und sein Team sind an mehreren internationalen Großprojekten beteiligt, darunter:
- Neutrino-Observatorium IceCube am Südpol
- Radio-Neutrino-Observatorium RNO-G in Grönland
- ARIANNA-Experiment in der Antarktis
- Pierre-Auger-Observatorium für kosmische Strahlung in Argentinien
Die Auszeichnung mit dem Wallmark-Preis hebt nicht nur Glasers herausragende wissenschaftliche Leistungen hervor, sondern auch dessen Engagement für die Förderung junger Talente in der Astroteilchenphysik. Großer Wert wird auf die Verknüpfung von theoretischen Ansätzen mit praktischen Anwendungen gelegt, was seiner Forschung eine besondere Bedeutung verleiht. Diese Ehrung stellt zudem einen wichtigen Schritt in seiner Karriere dar und bekräftigt die internationale Anerkennung seiner Beiträge zu einem der dynamischsten Forschungsfelder der modernen Physik. tu-dortmund.de berichtet, dass Prof. Glaser weiterhin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Technologie neue Wege beschreiten wird.



