Die Brandenburgischen Frauenwochen stehen 2026 unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“. Diese Reihe von Veranstaltungen zielt darauf ab, Wut als berechtigtes Gefühl zur Thematisierung von Diskriminierungen und Missständen zu nutzen. Diese Initiative wird vom Gleichstellungsbüro organisiert und bietet neben zahlreichen politischen Formaten auch interaktive Workshops an, um Raum für Selbstwahrnehmung und Ausdruck zu schaffen. Über 200 verschiedene Veranstaltungen sind in die Frauenwochen integriert, darunter Diskussionen, Theateraufführungen und Workshops, die die Vernetzung und das Empowerment von Frauen fördern, wie frauenpolitischer-rat.de berichtet.
Im Rahmen dieser Frauenwochen finden zwei besondere Workshops statt, die sich auf die Stärkung der Stimme und den konstruktiven Umgang mit Wut konzentrieren. Der erste Workshop, der am 18. März 2026 online stattfindet, widmet sich der Selbstwahrnehmung und Stimmfindung. Dies geschieht durch Körperarbeit zur Spannungsreduktion und bietet Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Stimme effektiver zu nutzen. Der Workshop findet zu zwei Zeitblöcken statt: von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 15:00 Uhr. Die Inhalte sind in beiden Zeitblöcken identisch. Im Anschluss daran folgt eine Präsenzveranstaltung am 22. April 2026, die den Umgang mit Wut thematisiert.
Details zu den Workshops
Im zweiten Workshop lernen die Teilnehmenden Techniken wie „Screaming“ und „Shouting“, um Wut zu artikulieren und Diskriminierungserfahrungen zu transformieren. Auch hier werden die Inhalte in zwei Zeitblöcken von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr angeboten. Andrzej Profus, der die Workshops leitet, bringt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen extreme Vocals, Empowerment und soziale Gerechtigkeit mit. Ihr Ansatz zielt darauf ab, kreative Methoden anzuwenden und eine integrative Perspektive einzunehmen, um den Teilnehmenden zu helfen, ihre Stimme und Ausdruckskraft zu finden, unabhängig von Geschlecht oder Hintergrund. Die Workshops richten sich an Hochschulangehörige und alle Geschlechter sind willkommen, wie auf b-tu.de ausgeführt wird.
Diese Workshops sind Teil eines größeren Trends, der darauf abzielt, Frauen in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und ihnen eine Plattform für ihren Ausdruck zu geben. In Städten wie Hannover, Düsseldorf und Köln gibt es beispielsweise Stadtführungen, die Geschichten „vergessener“ Frauen wiederbeleben, um deren Einfluss in der Gesellschaft zu würdigen. Solche Initiativen zeigen, dass Wut und Feminismus Hand in Hand gehen können, um geschlechterbasierte Ungerechtigkeiten anzuprangern und das Bewusstsein für Gleichstellungsfragen zu schärfen, wie wdr.de aufzeigt.
Die Brandenburgischen Frauenwochen, die vom 1. bis 31. März 2026 stattfinden, sind somit ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Antifeminismus und zur Förderung von Gleichstellungen in der Gesellschaft. Die angemeldeten Veranstaltungen, die auch kulturspezifische Themen und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen berücksichtigen, stehen im Einklang mit dem Ziel, durch Vernetzung und Empowerment von Frauen nachhaltige Veränderungen zu bewirken.