Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) hat zum Semesterstart einen neuen Podcast mit dem Titel „Auf den Zahn gefühlt“ ins Leben gerufen. Wie MHB berichtet, richtet sich dieses Format sowohl an Studierende als auch an Studieninteressierte sowie an Zahnärztinnen und Zahnärzte. Ziel des Podcasts ist es, die Zahnmedizin lebendig, nahbar und facettenreich darzustellen.
Das Team „SchmaZie“, bestehend aus Prof. Dr. Dr. Gerhard Schmalz und Prof. Dr. Dirk Ziebolz aus der Zahnerhaltungskunde der MHB, gestaltet den Podcast. Die Themen sind vielschichtig und reichen von der Motivation für das Zahnmedizinstudium über die Besonderheiten der Ausbildung an der MHB bis hin zu den Herausforderungen und Chancen im Berufsalltag der Zahnmedizin. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI), moderne Behandlungskonzepte sowie die Verbindung zwischen Mund- und Allgemeingesundheit.
Regelmäßige Eigenheiten des Podcasts
Der Podcast soll die Vielseitigkeit und Relevanz der Zahnmedizin aufzeigen und einen ehrlichen Einblick in den Berufsalltag geben. Er wird im Zwei-Wochen-Rhythmus veröffentlicht und enthält regelmäßige Gäste aus der MHB und darüber hinaus. Die Erstausstrahlung findet am 09. April um 18:30 Uhr statt.
Insgesamt wird mit diesem Podcast ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, Zahnmedizin verständlicher zu machen und gleichzeitig aktuelle Herausforderungen in der Branche zu thematisieren. Ein weiterer Aspekt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Zahnmedizin.
Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin
Ein relevantes Thema im Kontext der Zahnmedizin ist die Integration von Künstlicher Intelligenz, wie in einem Podcast des Praxisflüsterers mit Host Christian Henrici und Prof. Dr. Falk Schwendicke, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie an der LMU München, angedeutet wird. Laut Opti HC beinhaltet die Episode eine umfassende Diskussion über die wissenschaftlichen Entwicklungen, die praktische Umsetzung sowie die politische Realität der KI in der Zahnmedizin.
Prof. Dr. Schwendicke hebt hervor, dass KI kein Allheilmittel ist, sondern bestehende Prozesse ergänzt, Diagnosen unterstützt und die Behandlungssicherheit erhöht. Die Technologie erfordert allerdings große Datenmengen und klare, ethische Leitlinien. In Deutschland wird der Einsatz von KI in der Zahnmedizin durch regulatorische und strukturelle Hürden begrenzt, sodass viele Zahnarztpraxen weiterhin im „Pilotmodus“ operieren.
Die geringe digitale Reife in Zahnarztpraxen, anhaltende analoge Prozesse und das Fehlen definierter Schnittstellen sind weitere Hindernisse für die vollständige Integration von KI. Auch Unsicherheiten bezüglich der medizinischen Einsatzfähigkeit von KI und Haftungsfragen bei potenziellen Fehlentscheidungen tragen zur Skepsis bei. Dennoch gibt es wissenschaftliche Projekte wie DentalXrai, die eine anwendungsorientierte Forschung in diesem Bereich fördern.
Prof. Dr. Schwendicke plädiert für einen realistischen, lösungsorientierten Umgang mit KI und betont die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen. Dabei ist es wichtig, dass KI nicht diskriminiert und stets nachvollziehbar sowie überprüfbar bleibt. KI sollte als Werkzeug zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen, zur Verbesserung von Diagnosen und zur Steigerung der Versorgungsqualität betrachtet werden.
Die Kombination aus dem neuen Podcast der MHB und den fortschreitenden Entwicklungen in der KI zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch und facettenreich die Zahnmedizin aktuell ist.