Am 17. April 2026 überreichten Prof. Christina Dornack, Prof. Claudia Kemfert und Prof. Claudia Hornberg die neue Stellungnahme des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) an die Minister Carsten Schneider und Verena Hubertz. Die Stellungnahme trägt den Titel „Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen“ und konzentriert sich auf die dringenden Anforderungen des zirkulären Bauens. Die Empfehlungen der SRU zielen darauf ab, nicht nur die Baupraxis zu modernisieren, sondern auch den Einsatz von Sekundärbauprodukten zu steigern und neue Geschäftsmodelle zu fördern, indem ein wesentlicher Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz geleistet wird.

Eine der zentralen Herausforderungen für den Bausektor ist die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen, Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. Der Ansatz des zirkulären Bauens stellt hierbei einen wichtigen Schritt dar. Dies wird auch im Leitfaden „Zirkuläres Bauen erfolgreich umsetzen“ der LUBW deutlich. Der Leitfaden richtet sich an Entscheidungsträger, Bauverantwortliche und Planende und hat zum Ziel, ein Umfeld zu schaffen, in dem zirkuläre Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt werden können.

Kernbotschaften und Handlungsempfehlungen

In der Stellungnahme des SRU werden fünf zentrale Handlungsempfehlungen formuliert, die als Leitfaden für die Umsetzung dienen sollen:

  • Digitalisieren – Standards schaffen.
  • Qualifizieren – Wissen vermitteln.
  • Fördern – Anreize setzen.
  • Kreisläufe schließen – rechtlich steuern.
  • Leitbild leben – öffentliche Hand als treibende Kraft.

Diese Kernbotschaften sind von entscheidender Bedeutung, um die Modernisierung der Baupraxis voranzutreiben und den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Bauweise zu begünstigen. Im Leitfaden der LUBW wird ergänzend erläutert, dass er in drei Teile gegliedert ist, um alle relevanten Aspekte abzudecken. Dies reicht von einer Einführung in das Thema zirkuläres Bauen über praktische Umsetzungsschritte bis hin zur Integration in öffentliche Ausschreibungen, einschließlich bereitgestellter Textbausteine.

Ein integrativer Bewertungsrahmen

Die Rolle des Bausektors in der Reduzierung der Umweltauswirkungen ist enorm. Der SRU hebt hervor, dass ein effektives zirkuläres Bauen nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische sowie soziale Aspekte einbeziehen muss. Um diesen umfassenden Ansatz zu verfolgen, fordert die Stellungnahme eine fortlaufende Überprüfung und Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um nachhaltige Bauprojekte sowohl zu unterstützen als auch zu ermöglichen.

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In einer Zeit, in der der Klimaschutz zu den globalen Hauptanliegen gehört, zeigt die SRU-Stellungnahme die Handlungsnotwendigkeit auf. Um die Transformation des Bausektors zu einer nachhaltigeren und zirkulären Bauweise zu fördern, sind alle Akteure gefragt, ihren Beitrag zu leisten. Informieren kann man sich über die vollständigen Inhalte der Stellungnahme auf der Webseite des SRU: SRU.