Am 4. März 2026 tagte der Senat der FernUniversität in Hagen zum 395. Mal. In dieser Sitzung standen mehrere wichtige Themen auf der Agenda, die sowohl die akademische Entwicklung als auch organisatorische Neuerungen betrafen. Unter anderem wurde die Besetzung einer Professur für Softwaretechnik in der Fakultät für Mathematik und Informatik besprochen sowie die aktuellen Entwicklungen im Kontext der Digitalen Hochschule NRW.

Ein zentrales Anliegen war ebenfalls die Diskussion über Änderungen der Kapazitätsverordnung und die künftige Berechnung der Ausbildungskapazitäten. Besonders hervorzuheben ist das Schreiben des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, das eine verpflichtende Arbeitszeiterfassung an Hochschulen fordert. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Einrichtung eines KI-Lenkungskreises, der die Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz koordinieren soll.

Aktuelle Forschungschemata und Kooperationen

Der Senat erörterte zudem aktuelle Drittmittelerfolge und Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement, insbesondere im Rahmen des Projekts CoSign NRW. Internationale Kooperationen, wie die mit der Botswana Open University, wurden ebenfalls thematisiert. Ein Fokus lag auch auf der Weiterentwicklung der Professional School und den damit verbundenen Maßnahmen zur Förderung wissenschaftlicher Karrieren.

Zusätzlich waren Aktivitäten im Bereich „Citizen Science“ auf der Tagesordnung. Beratene Themen umfassten den Bericht der Gleichstellungskommission sowie den aktuellen Stand der KI-Strategie der Universität. Vor allem das Konzept der Microcredentials fand Beachtung, ergänzt durch die geplante Einrichtung eines Lifelong Learning Centers, das flexible Weiterbildungsangebote fördern soll.

Digitale Kompetenzen fördern

Ein wesentliches Element der Sitzung war die Diskussion über digitale Kompetenzen und die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Hochschulbildung. Der KI-Campus, die Lernplattform des Stifterverbandes, bietet vielfältige kostenlose Onlinekurse, Videos und Tools zur Stärkung von KI-Kompetenzen an. Dieses Projekt wird unter anderem durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und umfasst zahlreiche Partnerinstitutionen wie die RWTH Aachen, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Technische Universität München.

Die Initiative „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“ zielt darauf ab, digitale Lernangebote zu entwickeln, die bereits 2026 starten soll. Dieser Schritt steht im Einklang mit den aktuellen Anforderungen der Hochschulbildung, die durch Individualisierung und Flexibilität gekennzeichnet ist. Digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten für Studierende, Lehrende und Hochschulverwaltungen, wodurch die Hochschulbildung offener und gerechter gestaltet werden kann.

Insbesondere die Digitalisierung ist entscheidend, um eine internationalere und leistungsfähigere Hochschulbildung zu schaffen. Initiativen wie das Hochschulforum Digitalisierung sowie das Projekt „KI-Lotse“ unterstützen Hochschulen bei der Umsetzung von KI-Anwendungen in ihrer Struktur.

Die im Senat erörterten Themen spiegeln nicht nur die aktuelle Ausrichtung der FernUniversität wider, sondern zeigen auch das starke Engagement der Hochschule, sich den Herausforderungen der digitalen Transformation proaktiv zu stellen und innovative Lösungen zu entwickeln.