Am 5. Februar 2026 fand an der Technischen Universität Chemnitz die Veranstaltung „Science2Industry“ statt. Unter dem thematischen Fokus auf Mobilität war das Ziel der Veranstaltung, Wissenschaft und Industrie in einem kleinen Rahmen zusammenzubringen. Organisiert wurde das Event von der TU Chemnitz in Kooperation mit dem Industrieverein Sachsen 1828 e. V. Der Funken Space in der Villa Rosenberg, die kürzlich in ihren Originalzustand zurückgeführt wurde, diente als inspirierender Veranstaltungsort.

Die Vorträge während der Veranstaltung wurden von drei Professoren gehalten, die jeweils ihre Fachgebiete präsentierten: Prof. Dr. Klaus Mößner von der Nachrichtentechnik sprach über die vernetzte Mobilität und die Dringlichkeit zuverlässiger Kommunikationslösungen. Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Experte für alternative Fahrzeugantriebe, stellte die Wasserstoff- und Elektromobilität als komplementäre Antriebssysteme vor. Den Abschluss bildete Prof. Dr. Stefan Hüsig, der sich mit neuen Mobilitätskonzepten und der Integration von Technologie, Wirtschaft und Nutzerbedürfnissen befasste.

Austausch und Kooperation

Nach den beeindruckenden Vorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, während eines Frühstücks in einen intensiven Austausch zu treten. Die Diskussionen richteten sich auf Kooperationsfelder und die Identifikation von Anknüpfungspunkten für zukünftige gemeinsame Projekte. Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier unterstrich die Bedeutung des Dialogs und des Wissensaustauschs zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Katrin Hoffmann, Geschäftsführerin des Industrievereins Sachsen, hob die Etablierung von Science2Industry als wichtige Plattform hervor.

Die Veranstalter haben angekündigt, dieses Frühstücksformat zukünftig regelmäßig zu wiederholen, um den Dialog weiter zu vertiefen.

Förderung innovativer Antriebstechnologien

Die Forschung an alternativen Antriebstechnologien ist ein zentrales Thema für Sachsen, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Wirtschafts- und Wissenschaftsminister unterstützen mit über 900.000 Euro Projekte, die unter anderem an der TU Chemnitz realisiert werden. Diese Projekte zielen ab auf die Entwicklung fortschrittlicher Antriebssysteme, die für die Mobilitätswende unerlässlich sind.

  • E-Crash: Prüfsystem zur Bestimmung crashrelevanter Materialkennwerte für die E-Mobilität an der TU Chemnitz mit einem Fördervolumen von etwa 350.000 Euro.
  • Brennstoffzellen-Charakterisierung: Ein einzigartiger Prüfstand zur Charakterisierung von Brennstoffzellen, gefördert mit ca. 190.000 Euro.
  • Spongin4Fuel: Entwicklung innovativer Katalysatoren für synthetische Kraftstoffe an der TU Bergakademie Freiberg, das Projekt erhält etwa 380.000 Euro.

Solche Initiativen sind entscheidend im Kontext der Mobilitätswende, die bis 2030 voraussichtlich dazu führen wird, dass etwa 30% aller Fahrzeuge elektrisch oder hybrid betrieben werden. Die Forschung an elektrischen Antriebstechnologien, autonomen Fahrsystemen und vernetzten Mobilitätskonzepten wird von vielen Unternehmen als Schlüssel zur Reduzierung von Emissionen und zur Schaffung nachhaltiger Verkehrslösungen angesehen.

Forschungsinstitute und Unternehmen arbeiten Hand in Hand, um innovative Lösungen zu entwickeln. Digitale Technologien und Sharing-Konzepte treten zunehmend in den Vordergrund, um urbane Mobilität flexibler und umweltfreundlicher zu gestalten. Die Entwicklungen in der Batterietechnologie, wie die Verbesserungen bei Lithium-Ionen-Batterien und die potenziellen Vorteile von Lithium-Schwefel-Batterien, sind ebenfalls von großer Bedeutung für die zukünftige Mobilitätslandschaft.

Die Veranstaltungen und Initiativen, sei es an der TU Chemnitz oder durch die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen, tragen dazu bei, das Potenzial der sächsischen Forschungslandschaft optimal auszuschöpfen und die Zukunft der Mobilität aktiv zu gestalten.