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Das BUILD-Projekt, das von der KU initiiert wurde, fokussiert sich auf neue Modelle der integrierten Versorgung in Europa und betrachtet Pflege aus der Perspektive der Betroffenen. In diesem innovativen Vorhaben stehen die Bedürfnisse von Menschen in Pflegekontexten im Vordergrund. Es zielt darauf ab, ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben der Klienten zu fördern, indem medizinische, pflegerische und soziale Aspekte miteinander verwoben werden. Der Gedanke hinter diesem Ansatz ist, die Vielzahl an Herausforderungen, mit denen pflegebedürftige Personen und deren Angehörige konfrontiert sind, ganzheitlich zu betrachten.

Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Zusammenarbeit von Gesundheits- und Sozialfachkräften mit den Betroffenen und ihren Familien. Dies soll die Koordination von Pflege- und Unterstützungsleistungen erheblich verbessern. Ein wichtiges Analyseinstrument, das innerhalb des Projekts verwendet wird, sind die sogenannten „care-triads“. Diese Modelle erfassen die Beziehungen zwischen pflegebedürftigen Personen, ihren Angehörigen und professionellen Pflegekräften.

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Die Ziele und Aufgaben des Projekts

Die Projektziele sind ambitioniert: Durch die Analyse von Pflegebeziehungen in verschiedenen europäischen Ländern sollen unterstützende Faktoren sowie Hindernisse identifiziert werden. Die KU hat dabei zwei zentrale Aufgaben innerhalb des Konsortiums übernommen. Zum einen wird die internationale Literatur der letzten zehn Jahre zur personenzentrierten integrierten Versorgung untersucht. Zum anderen erfolgt eine detaillierte Analyse realer Pflegearrangements in Ländern wie Österreich, Dänemark, Tschechien und Portugal.

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Ein wesentliches Ziel des BUILD-Projekts ist die Entwicklung von Typen von Versorgungsökosystemen, die verschiedene Pflegearrangements beschreiben. Durch die Kombination von Fallstudien mit diesen Ökosystemtypen können Muster und relevante Attribute für eine personenzentrierte Pflege abgeleitet werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in einen Social-Return-on-Investment-Ansatz (SROI) ein, der sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Effekte der verschiedenen Versorgungsmodelle betrachtet.

Praktische Anwendungen und Ausblick

Das Projekt hat eine Laufzeit bis Februar 2027, wobei der Fokus in der letzten Phase auf der Entwicklung eines „BUILD-Frameworks“ liegt. Diese digitale Toolbox soll praktische Hinweise zur personenzentrierten integrierten Versorgung für Institutionen und Einrichtungen bereitstellen. Ein wesentliches Ziel des Frameworks ist es, über nationale Unterschiede hinweg anwendbar zu sein. Das Projekt verspricht nicht nur, wissenschaftliche Debatten zu bereichern, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten, die den Pflegealltag in Europa positiv beeinflussen könnten.

Insgesamt ist das BUILD-Projekt ein vielversprechender Schritt hin zu einer besseren Pflegeintegration. Die Forschung wird nicht nur dazu beitragen, die Qualität der Versorgung zu verbessern, sondern auch die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und deren Familien zu erhöhen. Die erarbeiteten Strategien und Instrumente könnten somit weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Landschaft der Altenpflege in Europa haben, indem sie eine personenzentrierte Pflege nachhaltig fördern.