Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung haben Studierende des Masterstudiengangs Rechtspsychologie an der Medical School Berlin ihr Wissen auf einzigartige Weise präsentiert. Dieser Science Slam fand im Dezember 2025 statt und war Teil des Moduls „Familienrechtliche Fragenstellungen“. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, das Arbeitsleben von Forschenden aus erster Hand kennenzulernen und an einer realen Konferenz teilzunehmen. Die Veranstaltung umfasste nicht nur eine Reihe von Vorträgen, sondern auch die Möglichkeit für die Teilnehmer, sich mit Expert:innen auszutauschen und in informellen Gesprächen bei Kaffee zu diskutieren. Die Themen der Präsentationen reichten von Kommunikation über Bindung bis hin zu Kindeswohlgefährdung und Vernachlässigung.

Während der zwei Tage der Präsentationen war das Event geprägt von lebhaften Diskussionen und wertvollem Feedback. Die Studierenden, die ihre Projekte vorstellten, wurden nach ihrer Leistung bewertet, und es fand eine Abstimmung über die beste Präsentation statt. Den ersten Platz belegte Diana Dorn mit ihrem Beitrag zu Geschwistern und deren besonderen Beziehungen, gefolgt von Melina Michael und Leonie Schata auf Platz zwei und drei. Diese besonderen Learning-Events fördern nicht nur die Kommunikationsfähigkeiten, sondern auch das wissenschaftliche und kritische Denken der Teilnehmenden. Professor Dr. André Körner, der als wissenschaftliche Ansprechperson fungierte, bedankte sich zudem bei allen Studierenden, die zum Buffet beigetragen haben.

Studieninhalte und Anforderungen

Der Master in Rechtspsychologie, wie er an der Medical School Berlin angeboten wird, ist ein anspruchsvolles Programm. Der Beruf im strafrechtlichen Umfeld erfordert sowohl ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein als auch hervorragende Ausdrucksfähigkeiten. Die Studierenden lernen, sich intensiv mit sozial deviantem Verhalten auseinanderzusetzen und müssen die nötige fachliche Neutralität gegenüber Tätern und Opfern wahren. Andere wichtige Kompetenzen umfassen die Bereitschaft, sich mit gewalttätigen und sexuellen Inhalten auseinanderzusetzen.

Die Zugangsvoraussetzungen für das Masterstudium sind klar definiert. Interessierte müssen einen Bachelorabschluss im Fach Psychologie oder einen gleichwertigen Abschluss vorweisen. Zudem sind ausreichende Deutschkenntnisse erforderlich, insbesondere für nicht deutschsprachige Abschlüsse. In den Studieninhalten sind unter anderem fortgeschrittene statistische Methoden, Klinische Psychologie und Kriminalpsychologie enthalten. Besonders hervorzuheben ist das rechtspsychologische Praktikum, welches mindestens sechs Wochen Dauert.

Berufsperspektiven und Einsatzgebiete

Für Absolventen des Masterstudiengangs Rechtspsychologie ergeben sich auf dem Arbeitsmarkt vielversprechende Perspektiven. Es werden viele Stellen im Strafvollzug und in wissenschaftlichen Einrichtungen in den kommenden Jahren zu besetzen sein. Die Hauptarbeitsbereiche umfassen den Straf- und Maßregelvollzug, Polizei, sowie Forschungs- und Beratungseinrichtungen.

Die typischen Einsatzgebiete sind breit gefächert und beinhalten unter anderem kriminologische Forschungseinrichtungen, Kliniken mit forensischen Abteilungen sowie die Jugendgerichtshilfe. Rechtspsychologen befassen sich auch mit Gutachten über Schuldfähigkeit, Glaubhaftigkeit und Prognosen für Haftlockerungen. Zudem gewinnt die Prävention von Straftaten an Bedeutung, indem Präventionsprogramme gegen Mobbing, sexuelle Belästigung und Stalking entwickelt werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kombination aus wissenschaftlicher Ausbildung, Praxiserfahrung und der zunehmenden Relevanz der Rechtspsychologie entscheidende Faktoren für die gute Berufsaussichten der Absolventen sind. Die Veranstaltung an der Medical School Berlin stellt somit nicht nur eine einzigartige Lernerfahrung dar, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Vernetzung zwischen Theorie und Praxis in der Rechtspsychologie.