Die kommenden Tage versprechen spannende Veranstaltungen rund um die Ukraineforschung und kulturelle Aspekte der Ukraine an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Im Mittelpunkt steht das mittlerweile traditionelle Café Kyiv, das am 23. Februar im Colosseum in Berlin stattfindet. Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet die Veranstaltung, die darauf abzielt, die Ukraineforschung ins Rampenlicht zu rücken und die Verbindungen zwischen westlichen Forschungseinrichtungen und dem ukrainischen Kriegsalltag zu diskutieren. Mit über 5.000 Besucher*innen und mehr als 100 Veranstaltungen im Vorjahr verspricht auch dieses Jahr hohe Resonanz, wie europa-uni.de berichtet.
Im Rahmen des Cafés wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, unter anderem ein Panel mit dem Thema „Talking About Rivers in Ukraine“ und ein Workshop namens „Navigating the Gap“. Ein Highlight wird die Diskussion über die Zukunft der Ukraineforschung sein, die sich interdisziplinären Ansätzen widmet. Diese Veranstaltung wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und richtet sich sowohl an Wissenschaftler*innen als auch an interessierte Bürger*innen, was die Bedeutung des Themas unterstreicht, wie das-wissen.de anmerkt.
Ein Jahr mit bedeutsamen Gedenkveranstaltungen
Der 24. Februar steht im Zeichen einer Demonstration auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Frankfurt (Oder), wo die Bürger*innen an den vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion in die Ukraine erinnern. Unter dem Motto „Licht in der Dunkelheit“ wird Dr. Susann Worschech, die Koordinatorin des Kompetenzverbundes Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU), eine Ansprache halten. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur Raum für Erinnerung, sondern fördern auch das Bewusstsein für die aktuelle Lage in der Ukraine.
Am 25. Februar folgt eine weitere wichtige Veranstaltung: In der Universitätsbibliothek an der Viadrina wird an den zehnten Todestag von Karl Dedecius mit einer Fotopräsentation und Ausstellung gedacht, die Dokumente zu seiner Arbeit zeigt. Diese Kombination aus Kultur und Wissenschaft zeigt das Engagement der Universität, auch historische Persönlichkeiten zu ehren und deren Beiträge zur deutsch-ukrainischen Verständigung zu würdigen.
Viadrina Stiftung und Studienangebote
Abgerundet wird die Woche durch die Teilnahme der Viadrina an einer Studienmesse in Berlin am 27. Februar. Dort haben Studieninteressierte die Möglichkeit, sich über Angebote in Recht, Wirtschaft, Kultur, Politik und Digital Studies zu informieren. Diese direkte Beratung vor Ort bietet eine wertvolle Unterstützung für zukünftige Studierende.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Fotoausstellung „Zerstörtes Kulturerbe in der Ukraine“, die bis zum 27. März im Hauptgebäude der Viadrina zu sehen ist. Diese Ausstellung präsentiert 20 eindrucksvolle Fotos von Kulturgütern, die durch den Krieg schwer beeinträchtigt wurden, und zeigt somit die zerstörerischen Auswirkungen, die der Konflikt auf die Kultur der Ukraine hat.
Die interdisziplinären Ukraine-Studien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit Institutionen, die sich programmatisch und finanziell unterstützen, arbeiten die Universitäten daran, Wissen zur Ukraine in allen Facetten zu fördern. Ein Beispiel ist das Zentrum für interdisziplinäre Ukrainestudien an der Universität Regensburg, das im Oktober 2024 eröffnet wird und sich auf den Schutz des kulturellen Erbes in Kriegszeiten fokussiert. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin unter dem Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien gestärkt, wobei fast fünf Millionen Euro bis 2028 bereitgestellt werden, um Lehr- und Forschungsangebote weiter auszubauen, wie uni-heute.de hervorhebt.