Die Innovationskraft im Bereich des Designs und der Digitalisierung zeigt sich eindrucksvoll in den jüngsten Auszeichnungen der Branche. Am 25. Februar 2026 wurde Marie Kurstjens mit dem German Design Award 2026 als „Newcomer des Jahres“ gewürdigt. Diese prestigeträchtige Auszeichnung, die jährlich vom Rat für Formgebung verliehen wird, hebt herausragende Gestaltung hervor und zielt darauf ab, Social Design sichtbarer zu machen. Kurstjens’ Arbeit, insbesondere ihre Masterarbeit „Designing Dignity“, die sich mit Menstruationsgerechtigkeit auseinandersetzt, wird als ein bedeutender Beitrag in der Design-Community angesehen. Ihre Bachelorarbeit wurde von Gerrit Babtist und Almut Nowack betreut und spiegelte bereits das Potenzial innovativer Ansätze wider. Universität Weimar berichtet, dass …
Ein zentrales Projekt, das zu Kurstjens‘ Auszeichnung beiträgt, ist das Griffsystem „COOK/ABILITY“. Es kombiniert digitale Dienstleistungen mit einem benutzerfreundlichen Ansatz zur Individualisierung von Hilfsmitteln. Nutzer*innen können über eine App ein passendes Paket auswählen, das ein Abdruck-Kit beinhaltet. Der Abdruck wird digital erfasst und dient zur Anfertigung eines passgenauen Griffs. Die Auslieferung erfolgt direkt zusammen mit gewünschten Küchenwerkzeugen. Die App ermöglicht es den Nutzer*innen, den Griff sowie die Werkzeuge immer wieder individuell anzupassen und unterstützt so die Teilhabe im Alltag. Das Konzept versteht Design als einen kollaborativen Prozess, der zur Inklusion aller Nutzergruppen beitragen soll.
Erfolgreiche Projekte in der digitalen Gesundheitsbranche
Die Bedeutung des Designs im Gesundheitswesen zeigt sich auch bei der Digitalberatung HelloDesign aus Wiesbaden. Diese erhielt 2025 gleich dreimal den German Design Award in der Kategorie „Excellent Communications Design“. Zu den ausgezeichneten Produkten zählen die App MyPhi, die Eltern bei der Dokumentation der Gesundheit ihrer Kinder unterstützt, sowie die App Akinsa, die personalisierte Therapiepläne für Betroffene von Akne inversa bietet. Dies wurde in co-kreativen Workshops entwickelt, was die nutzerzentrierte Gestaltung weiter unterstreicht. Digital Health Portal berichtet, dass …
CEO Fabrice Pöhlmann hebt hervor, dass die Gestaltung der Apps stets auf den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Nutzer*innen fokussiert ist. HelloDesign hat bereits 2024 zwei Auszeichnungen erhalten, darunter für das Rebranding der Online-Lernplattform COACHY. Die prämierten Produkte verdeutlichen die Relevanz von Design in der digitalen Transformation des Gesundheitswesens, das entscheidend zur Bewältigung aktueller Herausforderungen wie demografischem Wandel und Fachkräftemangel beiträgt.
Nutzerzentrierte Ansätze und Digitalisierung im Gesundheitswesen
Die Prinzipien des Nutzerzentrierten Designs (UCD) sind im digitalen Gesundheitsbereich von zentraler Bedeutung. Der iterative Prozess stellt sicher, dass die Bedürfnisse von Patient*innen, Ärzt*innen und Pflegekräften von Anfang bis Ende einfließen. Dies bedeutet, dass kontinuierliches Nutzer-Feedback und interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich sind. Zudem spielt die Berücksichtigung von Barrierefreiheit eine wichtige Rolle, um sicherzustellen, dass digitale Gesundheitslösungen alle Teile der Gesellschaft erreichen können. Fraunhofer IESE berichtet, dass …
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet die Möglichkeit, bestehende Ungleichheiten abzubauen und die-medizinische Versorgung zu verbessern, insbesondere durch Telemedizin und digitale Sprechstunden. Insbesondere Menschen in ländlichen Gebieten oder mit Mobilitätseinschränkungen können von diesen Entwicklungen profitieren. Innovative Anwendungen wie KI-gestützte Chatbots und personalisierte Gesundheitsüberwachungs-Tools sind Beispiele dafür, wie durch Nutzerzentrierung und Technik die Effizienz und Qualität der Versorgung gesteigert werden kann.