Am 14. Februar 2026 startet die Bewerbung für die School for Talents an der Universität Stuttgart, deren Jahresthema in diesem Jahr „Welcome to the Polycene“ lautet. Die institutionelle Initiative zielt darauf ab, wissenschaftsbegeisterte Studierende in einem interdisziplinären Umfeld zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Ideen und Projekte weiterzuentwickeln. Laut der Universität Stuttgart bietet das Programm eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter 12 Monate Workshops, Exkursionen und (Gedanken-)Experimente, die die Vernetzung mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur umfassen.
Ein zentrales Anliegen der School for Talents ist die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Insbesondere stellt sich die Frage, wie Individuen und Gemeinschaften in einer zunehmend interdependenten Welt effizient organisiert und kooperativ handeln können. Die Teilnehmenden haben die Chance, Impulse in das Jahresprogramm einzubringen und von den Erfahrungen ihrer Kommiliton*innen zu lernen, was den Austausch über Fachrichtungen hinweg anregt.
Bewerbungsprozess und Anforderungen
Die Teilnahme setzt verschiedene Voraussetzungen voraus: Studierende müssen an der Universität Stuttgart immatrikuliert sein, sei es im Bachelor- oder Masterstudium. Zudem sind sehr gute Noten und herausragende akademische Leistungen erforderlich. Ein zusätzliches Kriterium ist ein nachweisbares Engagement im sozialen oder gesellschaftlichen Bereich. Die Bewerbungsfrist endet am 25. März 2026, und es sind gute Englischkenntnisse notwendig, da dies die Programmsprache ist. Informationen zum Jahresprogramm und zur Bewerbung werden von der School for Talents bereitgestellt.
Das Ziel der School for Talents ist es, leistungsstarke und motivierte Studierende sowohl in fachlicher als auch in überfachlicher Hinsicht weiterzuentwickeln. Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich in selbstgewählten Projekten zu engagieren, wobei die interdisziplinäre Ausrichtung des Programms besonderen Wert auf den Austausch mit Kommiliton*innen aus anderen Fachbereichen legt.
Erweiterte Möglichkeiten durch DFG-Förderung
Ergänzend zur School for Talents bietet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit dem 1. Juni 2023 ein neues Förderprogramm für wissenschaftliche Netzwerke an. Der Fokus liegt auf einem mehrjährigen, ortsübergreifenden Austausch zu selbstgewählten wissenschaftlichen Themen und ergebnisorientierten Kooperationen. Netzwerke sollen aus 10 bis 20 Personen bestehen, einschließlich internationaler Wissenschaftler, und auf konkrete Ergebnisse hinarbeiten, wie etwa gemeinsame Publikationen.
Die Antragsberechtigung umfasst promovierte Wissenschaftler/innen in Deutschland oder an deutschen Forschungseinrichtungen im Ausland. Der geförderte Umfang beinhaltet Reise- und Aufenthaltskosten für Arbeitstreffen, Kosten für thematisch relevante Gäste sowie andere unterstützende Koordinationskosten. Die Förderdauer erstreckt sich über bis zu drei Jahre, um der Entwicklung und Umsetzung der Projekte gerecht zu werden. Weitere Details sind auf der DFG-Website verfügbar.
Insgesamt stellen sowohl die School for Talents als auch das DFG-Förderprogramm zwei wertvolle Initiativen dar, die den Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft fördern. Studierende und Wissenschaftler haben so die Chance, ihre jeweiligen Kompetenzen und Netzwerke zu erweitern und sich aktiv an der Gestaltung der Wissenschaft von morgen zu beteiligen.