Im Unteren Foyer des Rathauses Kaiserslautern wird vom 5. bis 31. März 2026 eine besondere Ausstellung zu sehen sein. Diese präsentiert die Ergebnisse des Projekts „Bildungscampus Betzenberg“, das von Studierenden der Raumplanung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) initiiert wurde. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, dem 5. März 2026, um 17 Uhr statt. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel wird Grußworte sprechen, gefolgt von einem Vortrag des RPTU-Professors Holger Schmidt. In diesem Rahmen wird die Bedeutung des Projekts für die Entwicklung des Stadtteils Betzenberg herausgestellt.
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Konzepten zur Belebung des Stadtteils Betzenberg, der unter geschlossenen Läden und einem Mangel an Treffpunkten leidet. Vier Studententeams haben an innovativen Ideen gearbeitet, die insbesondere die Zukunft des Betzenbergs als Bildungsstandort reflektieren. Der Fokus liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Grundschule, zwei Kindergärten und Kirchen im Stadtteil, um ein gemeinsames soziales Umfeld zu schaffen.
Geplante Elemente für den Stadtteil
Die Vorschläge der Studierenden umfassen eine Vielzahl an geplanten Elementen, darunter Kletterwände, Skateboard-Rampen und ein Spiel- sowie Freizeitgelände mit Schachbrett und Fußballfeld. Besonders betont wird die Idee eines Begegnungszentrums für Erwachsene und Kinder sowie der Bau einer neuen Grundschule mit Kindertagesstätte und Funktionsräumen. Die Entwürfe zielen darauf ab, multifunktionale Flächen zu schaffen, die von Menschen jeden Alters und Herkunft genutzt werden können.
Professor Holger Schmidt, der das Projekt betreut, hebt die Wichtigkeit der Vereinigung von Freiräumen und Institutionen hervor. Dies könnte den Stadtteil nachhaltig revitalisieren und ein neues Miteinander fördern. Auch Baudezernent Manuel Steinbrenner äußerte sich lobend über die Qualität der Entwürfe. Er bezeichnete die Ergebnisse als wertvolle Grundlage für weitere Arbeiten, die die Stadtverwaltung in der Zukunft umsetzen möchte.
Wettbewerb als nächste Herausforderung
Nach der Ausstellung wird die Stadt Kaiserslautern die Ideen der Studierenden sichten und bewerten. Im kommenden Jahr ist ein Architekturwettbewerb für Planungsbüros geplant. Diese sollen dann die besten Vorschläge der Studierenden herausfiltern und weiterverarbeiten. Die Studierenden zeigen sich optimistisch, dass ihre Konzepte in die Tat umgesetzt werden und so zur Verbesserung des Lebens im Stadtteil Betzenberg beitragen können.
Für die Einheimischen und alle Interessierten wird es während der Ausstellung Führungen durch die Studierenden geben, gefolgt von einem kleinen Umtrunk, um den Austausch zu fördern. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Projektabschluss, sondern auch ein wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit zwischen der RPTU und der Stadt Kaiserslautern. Die Ideen, die hier präsentiert werden, sollen nicht in einer Schublade verschwinden, sondern aktiv zur Gestaltung der städtischen Entwicklung beitragen.