Am 26. März 2026 gab die Universität Greifswald offiziell den Start ihres neuen Projekts „Constructing the Future: zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) bekannt. Dieses innovative Konzept zielt darauf ab, Studierenden aktive Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Lehre und bei Prüfungen zu bieten. Durch die Förderung von Schlüsselkompetenzen und den Ausbau von Übergängen in die Berufswelt wird der gesamte Bildungsprozess neu gedacht.
Die Auftaktveranstaltung fand am 25. März 2026 statt, bei der die ersten fünf Pilotprojekte vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt steht ein Ansatz des projektbasierten Lernens sowie kompetenzorientierten Prüfens. Durch diese Struktur sollen nicht nur die individuellen Bedürfnisse der Studierenden angesprochen werden, sondern auch gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen berücksichtigt werden.
Maßnahmenpakete und Pilotprojekte
Die Initiative umfasst mehrere Maßnahmenpakete, darunter dauerhafte Betreuungsangebote wie studentische Tutorien, Peer-Mentoring und akademisches Mentoring. Diese Maßnahmen sollen den Studierenden helfen, ihre Erfahrungen während des Studiums zu optimieren. Zudem werden projektbasierte Lernformate in allen Studiengängen eingeführt und kompetenzorientierte Prüfungsformen entwickelt.
Ein Merkmal von Con-Future ist der geplante Karriereservice 4.0, der in Zusammenarbeit mit Unternehmen jährlich Challenges anbieten wird. Diese sollen die Studierenden auf die Realitäten des Arbeitsmarktes vorbereiten und unterstützen. Die Pilotprojekte sind über alle fünf Fakultäten verteilt und bieten abwechslungsreiche Formate:
- GryphonMoot: Jurist*innen trainieren in einem realitätsnahen Sprechen.
- Medizinische Fakultät: Einführung einer kompetenzorientierten OSCE-Prüfung für angehende Ärzt*innen.
- Lehramtsstudium: Lessons Study zur innovativen Unterrichtsentwicklung.
- Weitere Projekte umfassen Podcasts für Alte Sprachen und Lehrformate zum kritischen Denken.
Unterstützung durch finanzielle Mittel
Das Projekt wird mit 4.426.243 € von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert und hat eine Laufzeit von zunächst vier Jahren, mit einer Verlängerungsoption bis 2031. Die Gesamtprojektleitung liegt bei Prof. Dr. Anette Sosna, während Dr. phil. Kristina Enders die Rolle der Projektkoordinatorin übernimmt.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass Dr. Margrit E. Kaufmann von der Universität Bremen einen Impulsvortrag über projektbasiertes, forschendes Lernen gehalten hat. Dieser Vortrag war ein zentraler Bestandteil der Auftaktveranstaltung und soll als Inspiration für die zukünftige Ausgestaltung der Lehrformate dienen.
Für weitere Informationen können Interessierte die Projektwebseite Con-Future besuchen.
Die Initiative von der Universität Greifswald zeigt, wie Hochschulen auf die sich ändernden Anforderungen in Bildung und Beruf anwenden können. Durch diese Neubewertung der Lehrmethoden und Prüfungsstrukturen wird ein zukunftsorientiertes Studium angestrebt, das die Studierenden umfassend auf ihre zukünftigen Herausforderungen vorbereitet.



