Der Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) in Dresden hat kürzlich eine bedeutende Förderung von bis zu 15 Millionen Euro erhalten. Diese Unterstützung wird über die Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bereitgestellt. Die zweite Förderphase des Clusters, die im Mai 2026 beginnen wird, ist darauf ausgelegt, die Entwicklungen in der medizinischen Mikroelektronik weiter voranzutreiben und kann über einen Zeitraum von neun Jahren einen Gesamtbetrag von bis zu 45 Millionen Euro erhalten.

SEMECO wird als zentraler Akteur in der Entwicklung medizinischer Halbleiter angesehen, die als Schlüsseltechnologie für die Medizintechnik fungieren. Diese spezialisierten Mikrosysteme optimieren Sensorik, Datenverarbeitung, Kommunikation und Sicherheit in der Medizintechnik. Der Cluster verfolgt einen innovativen, plattformbasierten und modularen Ansatz. Damit soll die Entwicklung von Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten effizient gestaltet werden.

Technologische Ausrichtung und Ziele

Ein zentrales Ziel der zweiten Umsetzungsphase ist die systematische Entwicklung medizinischer Halbleiter in Richtung Anwendung, Standardisierung und Markt. Funktionalitäten wie modulare Medizinprodukte, tragbare Ultraschallgeräte, medizinische Sensoren und Kommunikationsimplantate stehen im Fokus. SEMECO hat in der ersten Förderphase auf eindrucksvolle Weise demonstriert, wie moderne Halbleiter- und Kommunikationstechnologien neue Anwendungen in der Medizintechnik ermöglichen.

Um die Praxisrelevanz weiter zu steigern, sollen KI-gestützte Methoden zum Einsatz kommen. Diese Technologien sollen nicht nur den Entwicklungsprozess beschleunigen, sondern auch einen effizienten Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung ermöglichen. Die Vordenker des Clusters streben an, Entwicklungs- und Zulassungsprozesse durch modulare Ansätze zu optimieren.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und regionale Bedeutung

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg des SEMECO ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin, Technik und Industriepartnern. Diese Kooperation wird als essenziell erachtet, um Innovationen gezielt am klinischen Bedarf auszurichten. SEMECO ist Teil der Verbund- und Exzellenzclusterstrukturen der TU Dresden und fördert die transdisziplinäre Forschung sowie den Technologietransfer im Bereich der medizinischen Halbleitertechnologie.

Die Region Silicon Saxony hat sich als führender Mikroelektronikstandort in Europa etabliert. In dieser Umgebung entwickelt SEMECO integrierte Chip- und Plattformlösungen für die Medizintechnik, wobei regulatorische Anforderungen stets berücksichtigt werden. Der Cluster spielt eine entscheidende Rolle dabei, Industriepartner und Start-ups im Mikroelektronik-Ökosystem der Region zu vernetzen, was zu einer Stärkung des gesamten Wirtschaftszweigs beiträgt.

Der Freistaat Sachsen unterstützt den Ausbau der Halbleiterindustrie in Dresden und sieht in SEMECO einen wichtigen Baustein für zukunftsrelevante Anwendungen. Die Entwicklungen im Cluster versprechen, nicht nur die Qualität in der Medizintechnik zu erhöhen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Dresden auf internationaler Ebene zu stärken.

Für weitere Informationen über die Förderinitiative und die Ziele des SEMECO empfiehlt es sich, einen Blick auf die Entwicklungen unter TU Dresden zu werfen.