Am 10. Februar 2026 fand die offizielle Eröffnung des Center for Advanced Studies (CAS) an der Universität Mannheim statt. Die Veranstaltung wurde begleitet von DFG-Vizepräsidentin Caren Sureth-Sloan und Oberbürgermeister Christian Specht. Dieses neue Zentrum, das im März 2025 vom Senat ins Leben gerufen wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die interdisziplinäre Verbundforschung an der Universität zu stärken.
Rektor Prof. Dr. Thomas Fetzer hob in seiner Ansprache hervor, dass das CAS einen Raum für exzellente Forschung über Fakultäts- und Fächergrenzen hinweg schaffen soll. Prorektorin für Forschung, Prof. Dr. Jutta Mata, bezeichnete das CAS als einen zentralen Baustein der neuen Forschungsstrategie der Universität. Durch die Einrichtung des CAS sollen innovative Forschungsansätze gefördert werden, die verschiedene Disziplinen zusammenbringen.
Fellowships für innovative Forschung
Im Rahmen des CAS werden jährlich bis zu zehn Fellowships angeboten, die auf zwei Kohorten aufgeteilt sind: eine im Frühjahrs-/Sommersemester und eine im Herbst-/Wintersemester. Die Fellowships, die durch Drittmittel finanziert werden, umfassen eine Professurvertretung.
Die erste Kohorte wird im Frühjahr 2026 starten. Sechs Fellows aus drei Fakultäten wurden bereits für diese erste Ausschreibungsrunde ausgewählt. Ihr gemeinsames Forschungsprojekt trägt den Titel „Knowledge acquisition, representation and application in human minds and machines“. Zudem sind für die Zukunft zwei Forschungs-Tandems ab Herbst 2026 geplant: eines wird sich mit dem Thema Distrust (Misstrauen) beschäftigen, das andere mit „Dignity: Nonpecuniary Utility at the Intersection of Finance and Politics“.
Fellows des CAS haben zudem Zugang zu einem modernen Forschungs- und Lehrgebäude mit umfassenden Räumlichkeiten. Diese umfassen drei Einzel- bzw. Tandem-Arbeitsräume sowie einen größeren Konferenzraum.
Interdisziplinäre Forschung und zusätzliche Förderungen
Die Joachim Herz Stiftung fördert Wissenschaftler:innen im Themenfeld „Ressourcen der Zukunft“ und legt den Fokus auf interdisziplinäre Forschungsthemen von gesellschaftlicher Relevanz. Die Stipendien sind auf bis zu 15.000 Euro für zwei Jahre ausgelegt und können flexibel für verschiedene Forschungsbedarfe eingesetzt werden.
Dazu zählen Reisekosten, Teilnahmegebühren für Konferenzbesuche und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Transferpotenzials. Besonders wichtig ist die Berücksichtigung von Chancengleichheit, denn bei erfolgreicher Bewerbung können zusätzliche Mittel für Personen beantragt werden, die besondere Bedürfnisse haben, beispielsweise aufgrund von familiären Verpflichtungen oder Beeinträchtigungen.
Die Förderung zielt darauf ab, bis zu 80 Wissenschaftler*innen aus Ingenieur-, Lebens- und Wirtschaftswissenschaften in frühen Karrierephasen zu unterstützen und damit innovative, interdisziplinäre Forschungsprojekte zu ermöglichen. Der Bewerbungstermin für die nächste Ausschreibung ist der 22. März 2026. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Freien Universität Berlin verfügbar.
Die Verbindung zwischen dem CAS und den Förderprogrammen der Joachim Herz Stiftung könnte einen wichtigen Beitrag zur Förderung von interdisziplinärer Forschung an der Universität Mannheim leisten. Damit entsteht eine Plattform, die nicht nur die wissenschaftliche Zusammenarbeit fördert, sondern auch zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme beiträgt.