Am 13. Februar 2026 gab die Technische Universität Braunschweig bekannt, dass sie in Zusammenarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle daran arbeitet, Strukturen gegen Diskriminierung zu schaffen. Diese Initiative ist darauf ausgerichtet, ein integratives und sicheres Umfeld für alle Mitglieder der Universität zu fördern und Diskriminierung in jeglicher Form aktiv entgegenzuwirken. Ein Teil dieser Maßnahmen ist die Einladung zur Teilnahme an einer bundesweiten Befragung zu Diskriminierung, um ein besseres Verständnis über die vorliegenden Herausforderungen zu gewinnen.
Um den Wissensstand über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sowie Diversity, Equity & Inclusion (DEI) zu erweitern, wird ein neues E-Learning-Programm für Führungskräfte gestartet. Es zielt darauf ab, das Bewusstsein für Diskriminierungsfragen zu schärfen und Kompetenzen zu fördern, die notwendig sind, um ein respektvolles Arbeitsklima zu schaffen. Die Notwendigkeit solcher Schulungen wird durch die Erkenntnis gestützt, dass Menschen mindestens ein Drittel ihres Lebens, was über 90.000 Stunden entspricht, am Arbeitsplatz verbringen. Damit ein Arbeitsplatz frei von Belästigung und Diskriminierung ist, müssen gesetzliche Anforderungen erfüllt werden und ein positives Arbeitsumfeld geschaffen werden, was die Motivation, Produktivität und das Engagement der Beschäftigten steigert. Aus diesen Gründen ist es auch wichtig, die Folgen von Mobbing und Belästigung zu verstehen, die von hoher Personalfluktuation bis hin zu vermindertem Vertrauen und Loyalität der Mitarbeiter reichen können.
Innovative Projekte und Auszeichnungen
Die TU Braunschweig zeigt zudem ihr Engagement für die nachhaltige Entwicklung in der Bildungslandschaft mit dem Projekt LEBAZ. Hierbei handelt es sich um eine neue Lernfabrik für nachhaltige Aus- und Weiterbildung in der Batterieindustrie, deren Eröffnung für den 26. Juni 2026 geplant ist. Diese Lernfabrik wird eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte für die Zukunft der Batterietechnologie auszubilden.
Prof. Alejandro Tirachini, der seit September 2025 das Institut für Planung des öffentlichen Verkehrs leitet, hat sich auf die Forschung zur nachhaltigen Mobilität spezialisiert. Seine Arbeit ist von zentraler Bedeutung, da nachhaltige Verkehrslösungen insbesondere im Hinblick auf ökologische Herausforderungen an Bedeutung gewinnen. Unterstützung erhält die Universität auch durch die Forschung von Minela Bećirović, die sich mit der verständlicheren Gestaltung von Cookie-Bannern am Institut für Anwendungssicherheit auseinandersetzt.
Eine besondere Ehrung erhielt Prof. Peter Lemmens, der vom Institut für Tieftemperaturphysik und Ingenieurwissenschaften der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine die Ehrendoktorwürde verliehen bekam. Diese Auszeichnung unterstreicht den internationalen Einfluss und die wissenschaftlichen Leistungen, die an der Universität hervorgebracht werden.
Initiativen für soziale Nachhaltigkeit
Das Projekt PROMARES entwickelt innovative Lösungen zur Reduzierung von Plastik im Meer. In einem Interview mit Prof. Julia Gebert auf Radio Okerwelle wurden die Herausforderungen und Fortschritte des Projekts thematisiert. Diese Bemühungen sind Teil einer umfassenderen Strategie der TU Braunschweig, soziale Nachhaltigkeit in verschiedenen Disziplinen zu fördern.
Für Interessierte beginnt am 16. Februar 2026 der Anmeldestart für BGF- und Sprachkurse der Personalweiterbildung. Diese Weiterbildungen sollen nicht nur die persönlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter fördern, sondern auch zur Stärkung der gesamten Organisation beitragen.
Am 19. Februar 2026 findet der Auftakt für das „Ökosystem Soziale Nachhaltigkeit“ statt. Das Projekt zielt darauf ab, Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Im Rahmen des Programms wird auch ein Webinar zu aktuellen Fördermöglichkeiten für Forschungsinfrastrukturen stattfinden.
Zusätzlich läuft bis zum 14. April die Bewerbungsfrist für das Programm „Momentum“ der VolkswagenStiftung, das Wissenschaftler*innen mit einer ersten Lebenszeitprofessur unterstützt. Diese Initiativen zeigen das Engagement der TU Braunschweig, sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung, einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Abgerundet wird das Angebot mit Veranstaltungen während der vorlesungsfreien Zeit, über die im Veranstaltungskalender der Universität weitere Informationen bereitgestellt werden.