Am 31. März 2026 wurden Tobias Kleimann und Leya Fröhlich für ihre herausragenden Masterarbeiten in den Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen ausgezeichnet. Diese Ehrung erfolgte durch die Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft e.V. (FG), die damit das Engagement und die Forschungskompetenz von Nachwuchswissenschaftlern in der Kartoffelproduktion würdigt.
Kleimann wurde für seine Arbeit mit dem Titel „Reduzierte Stickstoffdüngung in der Stärkekartoffelproduktion“ ausgezeichnet. In seiner Forschung am Standort Emsland, im Versuchsgut Rupennest, konnte er nachweisen, dass eine reduzierte Stickstoffdüngung möglich ist, ohne dass signifikante Einbußen bei Ertrag und Qualität der Stärkekartoffeln auftreten. Ein zentraler Befund seiner Studie war die wesentliche Rolle der Stickstoffnachlieferung aus dem Boden für die Düngeplanung.
Wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis
Fröhlichs Arbeit mit dem Titel „Potenziale zur Steigerung der N-Nutzungseffizienz und Einfluss auf die Qualität bei Stärkekartoffeln“ beleuchtet hingegen die ökonomischen Aspekte der Düngestrategien. Durch Feldversuche am Standort Göttingen, im Versuchsgut Reinshof, stellte sie fest, dass eine reduzierte Stickstoffzufuhr nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Ihre Ergebnisse heben die Bedeutung von Sortenunterschieden und der Stickstoffmineralisation im Boden für die Landwirtschaft hervor.
Beide Arbeiten wurden unter der fachkundigen Betreuung von Dr. Marcel Naumann durchgeführt, der die Betreuungsqualität und die wissenschaftliche Tiefe der Arbeiten lobte. Diese Auszeichnung stellt einen weiteren Schritt dar, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Kartoffelforschung zu fördern und um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu unterstützen. Damit wird nicht nur die Innovationskraft in der Agrarwissenschaft gestärkt, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur ressourceneffizienten Düngung in der Kartoffelproduktion geleistet.



