Bildung für nachhaltige Entwicklung: Glück als Schlüssel zum Engagement!

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Am 17. und 18. Juli 2025 veranstaltet die PH Heidelberg eine Tagung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Glück in der Pädagogik.

Am 17. und 18. Juli 2025 veranstaltet die PH Heidelberg eine Tagung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Glück in der Pädagogik.
Am 17. und 18. Juli 2025 veranstaltet die PH Heidelberg eine Tagung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Glück in der Pädagogik.

Bildung für nachhaltige Entwicklung: Glück als Schlüssel zum Engagement!

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg veranstaltet am 17. und 18. Juli 2025 eine Tagung, die sich auf die Themen Bildung und Engagement für Nachhaltigkeit fokussiert. An dieser Tagung wird Dr. Ulrike Graf, Professorin für Erziehungswissenschaft, über den wichtigen Zusammenhang zwischen Glück und Bildung für nachhaltige Entwicklung referieren. Laut PH Heidelberg ist Glück ein facettenreiches Konzept und wird in vielen Disziplinen untersucht, darunter Philosophie, Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften.

Ein zentraler Aspekt von Graf’s Forschung ist die UN-Kinderrechtekonvention von 1989, die Kindern das Recht auf Glück, Liebe und Verständnis zusichert. Dies steht im Einklang mit dem Bruttoninlandsglück (Gross National Happiness Index) des Königreichs Bhutan, das Lebensstandard und Wohlstand durch Lebenszufriedenheit bewertet. Dr. Graf unterscheidet zwischen zwei Dimensionen des Glücks: der hedonischen Dimension, die sich auf momentanes Glückserleben bezieht, und der eudaimonischen Dimension, die langfristige Zufriedenheit über Beziehungen, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe beschreibt.

Die Rolle des Engagements und der Umwelt

Ehrenamtliches Engagement ist ein weiterer Punkt, den Dr. Graf behandelt. Solches Engagement kann die Lebenszufriedenheit steigern und die Verbindung zu wichtigen Themen fördern. Es stellt sich jedoch heraus, dass Glück nicht allein durch Engagement garantiert ist. Vielmehr hängt es von der Sinnhaftigkeit der gewählten Aktivitäten ab. Dieser Aspekt wird auch durch die Bedeutung einer intakten Natur verdeutlicht, die zur Zufriedenheit beiträgt, während Lärm und Verschmutzung einen negativen Einfluss haben.

Bildung ist ein entscheidendes Feld, das den Umgang mit der Welt fördert und es Individuen ermöglicht, reflektierte Entscheidungen zu treffen. Ein erhöhtes Umweltbewusstsein sowie Vorwissen können die Bereitschaft erhöhen, sich für Nachhaltigkeitsziele zu engagieren, und somit die Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. Diese Punkte wurden auch in der Diskussion über Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstrichen. Laut Kultusministerkonferenz orientiert sich BNE am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, die heutigen Generationen dient, ohne zukünftige zu gefährden.

Bildung als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung

Der Begriff Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro geprägt, wo Bildung eine zentrale Rolle zugewiesen wurde. Im Rahmen dieser Initiative entstand auch die Agenda 2030, die eine Doppelstrategie verfolgt: einerseits Bildung als Teil nachhaltiger Entwicklung zu fördern und andererseits nachhaltige Entwicklung in den Bildungsinhalten zu verankern. Besonders das Bildungsziel 4 der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) legt den Fokus auf Zugang, Chancengerechtigkeit und Inklusion für Lernende aller Altersgruppen.

Um diese Ziele zu erreichen, sind strukturelle Maßnahmen und politische Unterstützung notwendig. Die Kultusministerkonferenz hat bereits frühzeitig Empfehlungen zu BNE verabschiedet. Eine eigene Empfehlung für „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“ wird für 2024 erwartet. Aktuelle Berichte zeigen sowohl Fortschritte als auch erforderliche Anstrengungen in der Umsetzung dieser Agenda.

Dr. Graf bringt mit ihrem Konzept des „Schulfachs Glück“ ein innovatives Element in die Bildungsdebatte ein. Ziel ist es, durch Persönlichkeitsbildung die Schüler:innen in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken zu schaffen.