Im Januar 2026 haben 17 Studierende den Zertifikatsstudiengang „Sprachpädagogik – Für Sprache profilieren“ an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd erfolgreich abgeschlossen. Am 19. Februar fand die feierliche Zertifikatsübergabe statt. Der einjährige, berufsbegleitende Studiengang vermittelt wichtiges Wissen zu Spracherwerb, Literacy und alltagsintegrierter Sprachförderung und zielt darauf ab, die Sprachentwicklung von Kindern in Kindertageseinrichtungen gezielt und qualitätsvoll zu begleiten. Diese Initiative ist Teil des Sprachförderkonzepts „SprachFit“ des Kultusministeriums Baden-Württemberg, das landesweit für die Verbesserung der sprachlichen Bildung sorgt.

Ein zentraler Aspekt des Studiengangs ist die praktische Umsetzung des Gelernten. Dazu erarbeiten die Teilnehmenden individuelle Konzepte zur sprachlichen Bildung und Sprachförderung, die in die bestehenden Kita-Konzeptionen integriert werden. Tabea Fuchs, die Kursleitung, betont die große Bedeutung des Transfers in die Praxis, während Christiane Müller, Leiterin des Weiterbildungsbereichs am ZQM, die Vielzahl an Qualifizierungsmaßnahmen in der sprachlichen Bildung hervorhebt. Neben dem Zertifikatsstudium werden auch Kurse zu Themen wie „Mit Kindern im Gespräch“ und „Adaptiver Sprachförderung in Kitas“ angeboten.

Wichtige Partnerschaften im Bildungsalltag

Die Zusammenarbeit zwischen Erzieher:innen und Familien ist für die Sprachentwicklung von Kindern essenziell. Studien zeigen, dass die Familie als Bildungsort oftmals eine stärkere und nachhaltigere Wirkung hat als die Kindertageseinrichtung. Diese Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist auch bundes- und landesgesetzlich verankert und in den Bildungsplänen der Länder konkretisiert, was ihr hohe Relevanz verleiht. Ein erfolgreiches Beispiel hierfür sind die „Sprach-Kitas“, die darauf abzielen, Eltern als Experten für die Entwicklung ihrer Kinder aktiv in den pädagogischen Alltag einzubeziehen. Dabei geht es um die Organisation von Festen, die Teilnahme an Ausflügen und die aktive Mitgestaltung des Kita-Alltags.

Um diese Zusammenarbeit zu fördern, sollten Angebote bedarfsgerecht und niedrigschwellig gestaltet werden, damit alle Eltern erreicht werden können. Erzieher:innen spielen hierbei eine Schlüsselrolle, indem sie als professionelle Partner Unterstützung bieten und Orientierungshilfen geben, gestützt auf ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen.

Daten zeigen Fortschritte in der Sprachförderung

Ein weiterer interessantes Detail ist, dass Daten zur sprachlichen Anregungsqualität in den Kindertageseinrichtungen der Teilnehmenden eine deutliche Verbesserung während der Weiterbildung zeigen. Dies spricht für die Wirksamkeit der angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen und die positive Entwicklung in den Kitas. Ab März 2026 wird ein neuer Zertifikatskurs angeboten, bei dem noch freie Plätze verfügbar sind – eine Chance, die es sich lohnt zu nutzen.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl die akademische Ausbildung als auch die enge Zusammenarbeit mit den Familien entscheidend für die sprachliche Entwicklung der Kleinsten sind. Die Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung erfordern kreative Ansätze und regelmäßige Weiterbildung, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Für weitere Informationen über die sprachliche Bildung in Kitas und verschiedene Initiativen ist die Webseite von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd sowie das Bundesprogramm Sprach-Kitas von großer Bedeutung.