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In einer Zeit, in der digitale Gewalt und Hassrede im Internet stark zunehmen, hat sich Dr. Eirliani Abdul Rahman, eine Forschungsexpertin aus Singapur, auf die Fahnen geschrieben, mit ihrem Projekt einen positiven Einfluss zu nehmen. Bekannt wurde sie 2022, als sie als Mitglied des Trust and Safety Council von Twitter zurücktrat. Ihr Grund für diesen Schritt war der besorgniserregende Anstieg von Hasskommentaren nach der Übernahme des Unternehmens durch Elon Musk. Diese Erfahrung, gepaart mit ihrem Hintergrund in der Online-Sicherheit, motiviert sie nun zu einem neuen Vorhaben, das die Bekämpfung von Kinderhandel in Indien zum Ziel hat.

Dr. Abdul Rahman wurde 2022 für ihr Promotionsprogramm im Bereich Public Health an der Harvard University ausgezeichnet. Im Juli 2025 beschloss sie, mit Unterstützung der Universität Mannheim einen Schritt nach Deutschland zu wagen. Dies erfolgte durch ihre Bewerbung um eine Förderung der Baden-Württemberg Stiftung, die erfolgreich war. Somit kann sie nun bis Ende 2027 am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) forschen. Ihr Projekt „Trafficking Risks: AI for Proactive Protection (TRAPP)“ soll bis Ende 2027 mit Hilfe von KI ein Tool zur Bekämpfung von Kinderhandel entwickeln.

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Das Forschungsnetzwerk GRTL

In ihrem Engagement wird sie von Prof. Marc Ratkovic, der 2023 von der Princeton University nach Mannheim wechselte, unterstützt. Zusammen gründeten sie im Februar 2026 das Global Research Technology Lab (GRTL), ein interdisziplinäres Netzwerk, das sich der Entwicklung verantwortungsvoller Technologien für schutzbedürftige Gruppen widmet. Der Fokus liegt auf der Verbindung von KI, Datenwissenschaft, Governance und Ethik. Ein Highlight der Arbeit des GRTL ist die partizipative, community-zentrierte Forschung, die Perspektiven aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten einbezieht.

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Das erste Projekt des GRTL, die Plattform TRAPP, zielt darauf ab, Daten zum Kinderhandel zu bündeln und die Strafverfolgungsbehörden bei der Planung von Einsätzen zu unterstützen. Der indische Bundesstaat Odisha wurde als Standort für ein Pilotprojekt gewählt. Dies ist besonders dringlich, da im Kriminalitätsbericht der indischen Regierung für 2023 erschreckende 82.000 entführte Kinder verzeichnet wurden. Hierbei wird erwartet, dass KI dabei hilft, Muster im Kinderhandel zu identifizieren und somit präventiv tätig zu werden.

Der Anstieg digitaler Gewalt

Dieses Engagement ist ein wichtiger Schritt in einem Umfeld, in dem digitale Gewalt und Hate Speech zunehmen. Laut einer Erhebung von Eurostat gaben 42 % der Internetnutzer:innen in der EU an, im Jahr 2025 Hassrede in sozialen Medien oder auf Webseiten wahrgenommen zu haben. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu 37 % im Jahr 2023. Besonders unter den jüngeren Nutzer:innen zwischen 16 und 24 Jahren liegt dieser Anteil sogar bei 54 %. Die Bandbreite der Angriffe reicht von politischen über rassistische bis hin zu Anfeindungen aufgrund sexueller Orientierung.

Dr. Abdul Rahman verbindet ihre Expertise im Bereich digitale Sicherheitsrisiken mit dem Ziel, nicht nur Technologielösungen, sondern auch ein Bewusstsein für solche kritischen Themen zu schaffen. In einer Welt, in der die digitale Gewalt zunehmend spürbar wird, sind solche beständigen Einsatzkräfte mehr denn je erforderlich.

Es bleibt spannend, wie sich die Projekte und Initiativen rund um Dr. Abdul Rahman und das GRTL entwickeln werden. Das Engagement und die Zusammenarbeit internationaler Forscher:innen könnte neue Wege zur Bekämpfung von Kinderhandel und anderen Formen von digitaler Gewalt aufzeigen.

Weitere Informationen zu Dr. Eirliani Abdul Rahman und ihren Projekten finden Sie in dem Bericht von der Universität Mannheim. Mehr über das Global Research Technology Lab können Sie hier erfahren. Informationen zur digitalen Gewalt in der EU finden Sie in der Erhebung von Destatis.