Heidelberger Universität erhält 17 Millionen Euro für innovative Doktorandennetzwerke!

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Die Universität Heidelberg erhält EU-Förderung für vier innovative Doktorandennetzwerke zur Stärkung von Forschung und Ausbildung.

Die Universität Heidelberg erhält EU-Förderung für vier innovative Doktorandennetzwerke zur Stärkung von Forschung und Ausbildung.
Die Universität Heidelberg erhält EU-Förderung für vier innovative Doktorandennetzwerke zur Stärkung von Forschung und Ausbildung.

Heidelberger Universität erhält 17 Millionen Euro für innovative Doktorandennetzwerke!

Die Europäische Kommission hat kürzlich vier neue länder- und institutionenübergreifende Doctoral Networks ins Leben gerufen, an denen die Universität Heidelberg maßgeblich beteiligt ist. Diese Initiativen fallen unter das Programm der „Marie Skłodowska-Curie Actions“ (MSCA), das darauf abzielt, hochqualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden in Europa auszubilden und sie auf Karrieren in Wissenschaft und Wirtschaft vorzubereiten. Insgesamt sind über 17 Millionen Euro für eine Förderperiode von vier Jahren reserviert, um innovative wissenschaftliche Themen zu bearbeiten und die Interaktion zwischen verschiedenen akademischen und nicht-akademischen Partnern zu fördern. Nach Angaben von uni-heidelberg.de bleibt die Forschung an der Universität Heidelberg damit auf einem hohen internationalen Niveau.

Ein Hauptnetzwerk, das von der Universität Heidelberg koordiniert wird, konzentriert sich auf Materialwissenschaften, insbesondere auf die Entwicklung neuer organischer Halbleiter. Daneben gibt es drei weitere Netzwerke, in denen Heidelberger Wissenschaftler aktiv sind. Diese Netzwerke widmen sich hochauflösenden Bildgebungsverfahren für die Erforschung pflanzlicher Umweltanpassungen, der Optimierung in Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Anwendung von Künstlicher Intelligenz zur Analyse von Proteinwechselwirkungen in biologischen Systemen.

Detalierte Zuschüsse und Netzwerkthemen

Das Doktorandennetzwerk „Fundamentals and Applications of Doped Organic Semiconductors“ (FADOS), unter der Leitung von Prof. Dr. Martijn Kemerink, erhält etwa 4,7 Millionen Euro, um die Auswirkungen der Dotierung organischer Halbleiter auf deren Materialeigenschaften zu untersuchen. Ein weiteres Netzwerk, AGILE, das sich mit pflanzlichen Anpassungen an Umwelteinflüsse beschäftigt, erhält circa 4,1 Millionen Euro. Es wird am CNRS Institut de Génétique, Reproduction et Développement in Clermont-Ferrand koordiniert. Das Netzwerk ALMOA, mit einem Budget von rund 3,9 Millionen Euro, hat den Fokus auf Optimierungsprobleme in Wissenschaft und Wirtschaft und ist an der Universität Klagenfurt angesiedelt. Schließlich fördert das Netzwerk ProtAlomics, koordiniert am Centre for Genomic Regulation in Barcelona, die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der computergestützten Proteomik mit etwa 4,6 Millionen Euro. Zudem wurde bereits im November 2024 das Netzwerk „Macrophage Targets for Metastatic Treatment“ (Mac4Me) ins Leben gerufen, das knapp 4,1 Millionen Euro erhält und am Erasmus Universitair Medisch Centrum in Rotterdam angesiedelt ist.

Die MSCA Doctoral Networks werden in alle wissenschaftlichen Disziplinen integriert, einschließlich der Ingenieurwissenschaften und IKT, Lebewissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Chemie, wie von kooperation-international.de bestätigt. Der Förderansatz sieht vor, dass Doktoranden-Netzwerke durch Partnerschaften zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie anderen Akteuren gebildet werden. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Innovationsfähigkeit zu steigern und die langfristige Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden zu verbessern.

Einbindung der EU und zukünftige Ausschreibungen

Die Unterstützung durch die Europäische Union umfasst neben finanziellen Mitteln auch Lebensunterhalt, Mobilitätszulagen und zusätzliche Familien- sowie Langzeiturlaubszulagen, die den Forschenden während ihrer Projekte zur Verfügung stehen. Diese Netzwerke sind Teil des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizont Europa, das in seiner nächsten Ausschreibungsrunde am 28. Mai 2025 neue Möglichkeiten für Bewerbung und Teilnahme an Doktoranden-Netzwerken bietet, wie marie-sklodowska-curie-actions.ec.europa.eu erläutert. Außerdem wird das „MSCA Staff Exchange“-Programm weiterhin zur Förderung gemeinsamer Forschungsprogramme geöffnet. Kontextuell ist auch zu erwähnen, dass spezielle Programme wie das „MSCA4Ukraine Fellowship Scheme“ geflüchtete Forschende aus der Ukraine unterstützen, um ihnen gleichermaßen Zugang zu europäischen Wissenschaftseinrichtungen zu gewähren. Dieses Zusammenspiel von finanzieller Förderung und internationalen Kooperationen unterstreicht die Bedeutung der MSCA-Initiativen für die Forschungsträume von Europäern und darüber hinaus.