In der heutigen Welt hat Design eine Schlüsselrolle übernommen, und das zeigt sich besonders im diesjährigen German Design Award 2026. Der prestigeträchtige Preis, der jährlich vom Rat für Formgebung vergeben wird, würdigt herausragende Leistungen in den Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Architektur. Diesmal wurde die Produktdesign-Absolventin Marie Kurstjens als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet, was ihre innovativen Ansätze und ihre Vision für ein soziales Design unterstreicht. uni-weimar.de berichtet, dass Kurstjens‘ Projekt „COOK/ABILITY“ besticht durch ein Griffsystem, das durch eine digitale Dienstleistung ergänzt wird.

Besonders spannend dabei ist, dass Nutzer*innen über eine App ein passendes Paket auswählen können. Im Paket enthalten ist ein Abdruck-Kit, das es ermöglicht, den persönlichen Griff digital zu erfassen. Nachdem der Abdruck zurückgesendet wurde, wird er zur Fertigung eines individuell angepassten Hilfsmittels verwendet, das zusammen mit Küchenwerkzeugen direkt an die Nutzer*innen geliefert wird. Darüber hinaus bietet die App Unterstützung bei der Individualisierung des Griffs und der Auswahl der Werkzeuge. Diese Idee von Teilhabe im Alltag spiegelt sich klar in Kurstjens‘ Masterarbeit „Designing Dignity“ wider, die sich mit dem Thema Menstruationsgerechtigkeit beschäftigt. Der German Design Award soll vor allem soziale Designansätze sichtbarer machen und fördert Themen wie Teilhabe und Gestaltung mit Menschen.

Innovationen im Design

Der German Design Award ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein bedeutender Indikator für aktuelle Trends und Herausforderungen im Designbereich. vdid.de hebt hervor, dass in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf globale Veränderungen gelegt wird – sei es technologisch, ökologisch oder gesellschaftlich. Die interdisziplinäre Jury bewertet die Einsendungen nach verschiedenen Kriterien wie Innovationsgrad, Gestaltungsqualität und Nachhaltigkeit. Eine weitere spannende Neuerung sind die Zusatzkategorien, die unter anderem die Themen Circular Design und AI in Architecture thematisieren und so den aktuellen Herausforderungen des Marktes Rechnung tragen.

Im Jahr 2026 soll der German Design Award am 6. Februar in Frankfurt verliehen werden. Bis zum 5. September 2025 können sich interessierte Designer*innen und Unternehmen bewerben. Die Jury wird am 25. September die besten Einreichungen auswählen und die Sieger im Februar bekanntgeben. Dies stellt nicht nur eine Anerkennung Exzellenter Leistungen dar, sondern auch eine Gelegenheit für neue Talente, ihre Visionen einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Fokus auf nachhaltiges Design

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt im Deutschen Design ist die wachsende Beachtung von Nachhaltigkeit. Projekte wie die neue Kategorie „Circular Design“, die beim Design Center Baden-Württemberg im Rahmen des FOCUS OPEN 2025 eingeführt wird, zeigen die Notwendigkeit, umweltfreundliche Praktiken in Designprozesse zu integrieren. Dabei wird besonders auf die effiziente Nutzung von Rohstoffen und deren Rückführung in den biologischen Kreislauf geachtet. Wie Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betont, ist gut gestaltetes Design nicht nur ein ästhetischer Wert, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Insgesamt zeigt sich, dass die Designlandschaft in Deutschland durch Innovationen und ein wachsendes Bewusstsein für soziale und ökologische Verantwortung geprägt ist. Designer*innen wie Marie Kurstjens tragen entscheidend dazu bei, dass Design nicht nur schön, sondern auch inklusiv und nachhaltig ist.