Neues Projekt Demokratie-X: Unabhängige Nachrichten für alle!

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Die Universität Passau leitet das Projekt Demokratie-X zur Entwicklung einer dezentralen Non-Profit-Nachrichtenplattform für Informationsfreiheit.

Die Universität Passau leitet das Projekt Demokratie-X zur Entwicklung einer dezentralen Non-Profit-Nachrichtenplattform für Informationsfreiheit.
Die Universität Passau leitet das Projekt Demokratie-X zur Entwicklung einer dezentralen Non-Profit-Nachrichtenplattform für Informationsfreiheit.

Neues Projekt Demokratie-X: Unabhängige Nachrichten für alle!

Das Projekt „Demokratie-X“ nimmt eine zentrale Rolle in der Diskussion um die Zukunft des digitalen Nachrichtenmarktes in Deutschland ein. Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung einer dezentralen und unabhängigen Non-Profit-Nachrichtenplattform, die in der Lage sein soll, eine Vielzahl von Stimmen und Meinungen Gehör zu verschaffen. Digital Uni Passau berichtet, dass das Projekt eine staatliche Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 1,69 Millionen Euro über drei Jahre erhält. Die Laufzeit des Projektes erstreckt sich vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2028.

Besonderem Augenmerk gilt der steigenden Konzentration von Medienmacht in Deutschland, die durch einige große Plattformen geprägt ist. Diese Plattformen, die oftmals von global agierenden Technologiekonzernen betrieben werden, stehen in der Kritik, da sie die Privatsphäre der Nutzenden nicht ausreichend schützen. Suchend nach einer Lösung wird die Notwendigkeit einer gemeinwohlorientierten Plattform deutlich, die europäische Werte wie Privatsphäre und Selbstbestimmung sichert. Forschung IT-Sicherheit Kommunikationssysteme hebt hervor, dass Demokratie-X eine Alternative zu diesen dominierenden Nachrichtenplattformen bietet und somit die Unabhängigkeit und Neutralität fördert.

Interdisziplinäres Team und Projektstruktur

Die Universität Passau, die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die Universität Kassel bündeln ihre Kräfte in diesem interdisziplinären Ansatz. Die Projektleitung obliegt Prof. Dr. Kai von Lewinski, der am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht tätig ist. Wissenschaftliche Mitarbeiter, wie Benedikt Leven und Lukas Köllnberger, konzentrieren sich auf die Prüfung bestehender Regelungen sowie die Entwicklung eines rechtssicheren Fundaments für das Projekt. Ihre Arbeit wird durch Fachkenntnisse aus Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Soziologie und Rechtswissenschaft unterstützt.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Herausforderung, eine Balance zwischen den privaten Interessen und dem Gemeinwohl zu finden. In diesem Zusammenhang wird der Fokus auf die Schaffung eines Designs gelegt, das eine vielfältige Informationslandschaft gewährleistet und dabei die informationelle Selbstbestimmung der Nutzenden respektiert. Forschung IT-Sicherheit Kommunikationssysteme betont, dass das Projekt darauf abzielt, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das nicht nur die technische Grundlage einer dezentralen Dateninfrastruktur wie Gaia-X einbezieht, sondern auch gesellschaftliche und rechtliche Aspekte berücksichtigt.

Zukunftsorientierte Empfehlungen

Am Ende der Projektlaufzeit sollen Design- und Handlungsempfehlungen präsentiert werden, die auf dem entwickelten Konzept basieren. Diese Empfehlungen sind essenziell für die Umsetzung der Plattform und deren Betrieb. Die Zielsetzung von Demokratie-X ist klar: sie soll nicht nur als sicherer Ort für Nachrichtenkonsum und Interaktion fungieren, sondern auch als Modell für ein neues Geschäftsmodell für Medienunternehmen, das auf Privatheit, Fairness und Gemeinwohlorientierung beruht. Die Erschaffung eines solchen Rahmens könnte einen wesentlichen Beitrag zu einer vielfältigeren und demokratischeren Informationslandschaft leisten.