Quanten-Abenteuer für Kinder: Escape Room und App begeistern!

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Der Escape Room „Katze Q“ in Würzburg bietet Quantenphysik spielerisch für Kinder. 6.000 Besucher seit Eröffnung.

Der Escape Room „Katze Q“ in Würzburg bietet Quantenphysik spielerisch für Kinder. 6.000 Besucher seit Eröffnung.
Der Escape Room „Katze Q“ in Würzburg bietet Quantenphysik spielerisch für Kinder. 6.000 Besucher seit Eröffnung.

Quanten-Abenteuer für Kinder: Escape Room und App begeistern!

Am 25. April 2024 feierte der Escape Room „Katze Q – Ein Quanten-Adventure“ seinen ersten Geburtstag. Die spannende Attraktion wurde vom Exzellenzcluster ct.qmat und den Technischen Sammlungen Dresden ins Leben gerufen, um Kindern und Jugendlichen spielerisch die Grundlagen der Quantenphysik näherzubringen. Bis heute haben fast 6.000 Menschen, darunter 140 Schulklassen und 100 private Gruppen, das interaktive Erlebnis besucht. Dabei fördert das Konzept nicht nur das Lernen, sondern auch den Teamgeist der Teilnehmer.

Um die Spielerfahrung zu bereichern, wurde der Escape Room kürzlich umgestaltet. Neu eingeführt wurden eine Spielstandsanzeige, die den Punktestand für die gesamte Gruppe anzeigt, sowie eine Bodenvisualisierung und ein Countdown, die das Spielerlebnis intensivieren. Darüber hinaus ergänzen 17 Kurzfilme, die unter dem Namen „KittyToks“ bekannt sind, die Rätsel des Escape Rooms. Diese Filme sind über QR-Codes zugänglich und erweitern das „Kittypedia to go“-Lexikon, welches weitere Informationen bietet.

Gamification als Lernstrategie

„Katze Q“ ist nicht nur ein Escape Room, sondern auch der Name einer Spiele-App, die auf das Konzept abgestimmt ist. Diese App erreichte über 500.000 Downloads weltweit. Entwickelt vom ct.qmat und App-Designer Philipp Stollenmayer, richtet sich die App ebenfalls an Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren und enthält 21 Quanten-Rätsel. Die Downloads der englischen Version belaufen sich auf ca. 400.000, was den internationalen Erfolg der App unterstreicht. Ein zentrales Ziel ist die Förderung des Interesses an Physik, insbesondere bei Mädchen, was auch durch verschiedene internationale Auszeichnungen wie den Kindermedienpreis GOLDENER SPATZ 2022 sowie das „Best Mobile Indie Game“ beim Valencia Indie Summit 2022 rückblickend honoriert wurde.

Die App hat nicht nur ihren eigenen Wikipedia-Eintrag, sondern wird auch aktiv in Schulen eingesetzt, beispielsweise an der German International School in Washington D.C. In Zukunft sind weitere Projekte in Planung. Dazu zählt ein neu gestalteter Escape Room in Dresden, der eine begehbare Quantenwohnung mit vier Räumen bieten wird. Für 2024 sind zudem erste Lehrmaterialien zu quantenphysikalischen Phänomenen als kostenfreier Download vorgesehen.

Wissenschaft und Technik vereint

Das Exzellenzcluster ct.qmat, das seit 2019 von der JMU Würzburg und der TU Dresden getragen wird, erforscht topologische Quantenmaterialien. In Zusammenarbeit mit den Technischen Sammlungen Dresden, einem Technikmuseum und Science Center, wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Wissenschaft, Technik und Bildung miteinander verbindet. Durch kreative und interaktive Ansätze fördert das Projekt das Verständnis für komplexe physikalische Konzepte und bringt diese einer breiten Zielgruppe näher.

Die Ideen des Escape Rooms und der App verdeutlichen, wie Gamification als effektives Mittel zur Wissensvermittlung genutzt werden kann. Durch spielerische Elemente werden die Teilnehmer motiviert, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen und gleichzeitig Teamarbeit zu erkennen. Die Ansätze zur Gamifizierung sind auch in anderen Bereichen, wie z. B. bei ToDo-Listen-Apps, implementierbar. Dort steigert die Anwendung von spieleähnlichen Elementen das Engagement und die Benutzerbindung erheblich, was zeigt, wie vielfältig und anpassbar diese Strategien sind.